Musik wie von einem fremden Planeten Orgelkonzert in der Enkheimer Laurentiuskirche

Christian Zierenberg an der Orgel in der Laurentiuskirche in Enkheim. Foto: zjs

Bergen-Enkheim (zjs) – Im Rahmen der 1992 gegründeten Reihe „Neun x neu“ (früher neun x neun) gastierte der Kirchenmusiker Christian Zierenberg am letzten Julisonntag in der evangelischen Kirchengemeinde Bergen-Enkheim. Das zweite Orgelkonzert des Jahres zog die Besucher in die angenehm kühle Laurentiuskirche in Enkheim. „Wir veranstalten neun Mal im Jahr Konzerte, drei Orgelkonzerte, drei mit Kammermusik und drei lebender Komponisten“, erklärt Kantor Wolfgang Runkel.

Bevor es losgeht, müssen die sogenannten Zungenpfeifen an der Orgel eingestellt werden, die sich bei Temperaturschwankungen verstellen. An der 2012 eingeweihten und ebenerdigen Laurentius-Orgel hat Christian Zierenberg Platz genommen. Er studierte Kirchenmusik in Hannover und Essen und ist seit 1994 als Bezirkskantor im Kirchenkreis Rotenburg an der Fulda aktiv.

Neben dem klassischen Repertoire widmet er sich zeitgenössischer Musik, wobei sein besonderes Interesse dem 1943 geborenen Komponisten Jörg Herchet gilt, von dem er mehrere Orgelkompositionen uraufgeführt hat. Sein Orgelwerk Epitaph wurde 2004 mit dem Preis des Kurhessischen Medienverbandes ausgezeichnet.

Erinnert an experimentelle Musik

Vergangenen Sonntag beginnt der Organist mit dem Werk „Magnificat II. Toni“ von Matthias Weckmann (1621-1674), bei dem die klangfüllende Orgel zeigt, was in ihr steckt. „Das Stück Namen Gottes von Herchet müssen Sie sich vorstellen, als würden Sie auf einen fremden Planeten kommen. Es ist alles anders, die Veränderung erzählt keine Geschichte und ist nur sie selbst“, stimmt Christian Zierenberg die Zuhörer auf das Werk ein, das durchaus an Elemente experimenteller Musik erinnert. Ganz anders bei „Sonata 3 a 2 Clav. et Pedal in d“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750), dort werden die musikalischen Vorstellungen über den Barockkomponisten aus Leipzig erfüllt.

Das vierte und letzte Stück, die zweite Sonate in d-moll, stammt vom Komponisten Max Reger (1873-1916). Den Zuhörern hat die Musik und Interpretation gefallen und die Verantwortlichen wissen, dass Sie mit Christian Zierenberg einen Profi an der Orgel zu Gast hatten, bildet er doch im Kirchenkreis Rotenburg Organistinnen und Organisten aus.

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