2020 soll die neue Brücke eröffnet werden

Bauarbeiten an Lahmeyerbrücke beginnen im Herbst

So soll die Lahmeyerbrücke nach Fertigstellung einmal aussehen. Foto: Amt für Straßenbau und Erschließung/ p

Riederwald (sh) – Die Lahmeyerbrücke ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer aus dem Riederwald und Fechenheim-Nord. Viele nutzen das Bauwerk, um die Gleise der Hafenbahn zu kreuzen und zur Hanauer Landstraße zu gelangen. Die 1907 errichtete Brücke ist in einem schlechten Zustand und wird nun neu gebaut.

„Die neue Brücke wird gegenüber der alten eine schlanke Geometrie aufweisen. Die Rampen, die zur Brücke hinaufführen, werden barrierefrei angebunden“, erläuterte Wolfgang Lehnen vom Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats elf. Im Herbst werden die Bauarbeiten starten und 2020 soll die neue Lahmeyerbrücke eröffnet werden. Der Brückenneubau soll in einem Abstand von fünf bis zehn Metern parallel zur alten Brücke entstehen, sodass die alte Lahmeyerbrücke auch während der Bauzeit weiter genutzt werden kann. Erst wenn die neue Brücke fertiggestellt ist, werde die alte zurückgebaut, erklärte Lehnen.

Bei dem neuen Bauwerk handelt es sich um eine rund 160 Meter lange und vier Meter breite Stahlverbundkonstruktion – also Stahlträger mit einer Betondecke –, die aus drei Brückenelementen besteht. Die Radwege werden laut ASE 1,50 Meter breit sein, den Fußgängern stehen 2,50 Meter Breite zur Verfügung. Die Anbindungen an die dann barrierefreien Rampen bleiben an der Iselinstraße im Riederwald und an der Hanauer Landstraße auf Höhe der Haltestelle „Dieselstraße“.

Handlaufbeleuchtung und heller Bodenbelag geplant

Um das Sicherheitsempfinden der Nutzer zu erhöhen, soll es eine Handlaufbeleuchtung sowie einen hellen Bodenbelag geben, zudem Mastleuchten im Bereich der Rampen. Die Baukosten werden sich nach Auskünften des ASE auf rund sieben Millionen Euro belaufen. Betroffen von den Brückenbauarbeiten ist ein Kleingarten auf dem Gelände des KGV Ostend. Die betroffene Parzelle soll nach vier- bis sechswöchiger Bauzeit wieder hergestellt werden, heißt es vom ASE.

Bereits vergangene Woche starteten Maßnahmen zur Umsiedlung der streng geschützten Mauereidechsen, die in dem alten Gleisbett am nördlichen Bahndamm leben. Fachleute sammeln die Tiere ab, beziehungsweise bewegen die Reptilien mithilfe von Folien und Rückschnitt von Sträuchern zum Abwandern in Richtung Süden, wo sich Ausweichbiotope befinden. Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, wird für die Eidechsen an der gewohnten Stelle ein Biotop mit Altholzhaufen und Hochsteinen hergerichtet.

Neue Stromverbindungen zwischen zwei Umspannwerken

Parallel zu den Brückenbauarbeiten werden die Netzdienste Rhein-Main (NRM) entlang der stillgelegten Hafenbahn neue Stromverbindungen zwischen zwei Umspannwerken herstellen. Auf der sogenannten „Brombeertrasse“ werden ausgehend vom Umspannwerk Kruppstraße insgesamt rund 20 Kilometer 110-Kilovolt-Hochspannungs- und 30-Kilovolt-Mittelspannungsleitungen in südlicher Richtung unterirdisch verlegt. Der Bereich, in dem der geplante Riederwaldtunnel entstehen soll, werde nach Informationen von Lehnen zunächst ausgespart.

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