Vier Wochen spannendes Programm

„Days of Respect“ in der Interkulturellen Bühne

Das Cibelle Dance Collective mit Zimbeln. Foto: Faure

Bornheim (jf) – Die elfte Auflage von „Days of Respect“ startete am Freitag, 4. November, mit einer heißen Nacht: Die Frankfurter Bauchtanzschule hatte 34 Tänzerinnen und einen Schauspieler eingeladen, die orientalisches Flair auf die Bühne zauberten.

Mellany Amar von der Bauchtanzschule OT pur führte durch das Programm. Sie freute sich über ein volles Haus in Alt Bornheim 32 – der Abend war schon 14 Tage vorher ausverkauft. Yusuf Kilic, Initiator der „Days of Respect“, stellte kurz die Interkulturelle Bühne vor: „Wir konzentrieren uns auf hauseigene Projekte. Gegenwärtig sind fünf Ensembles bei uns zu Gast. Nächstes Jahr im Februar wird ‚Onkel Wanja’ von Anton Tschechow Premiere haben.“

Anschließend traten in 16 hinreißenden Tanzvorführungen verschiedene Künstlerinnen auf. Die sechsköpfige Gruppe Ashab Banati von Dahab Sahar – die auch noch solo zu sehen war – kam extra aus Bammental in der Nähe von Heidelberg nach Bornheim. Der Schauspieler Hans Bolz, einziger Mann in dieser orientalischen Nacht, mimte den Bauchtänzer Cliff und stellte humorvoll Belly Dance Aerobic vor. Im Dezember wird er als Pettersson auf der Bühne des Kinder- und Jugendtheaters in Frankfurt stehen. Seine Kollegin Hanan Kadur, die dann als Kater Findus zu sehen ist, überzeugte mit einem reizvollen Bauchtanz.

Fächer und Schleier

Nicht oft zu präsentiert werden Fächerschleiertänze. Die Gruppe Tamadur von Nadiya aus Niederrad zeigte, wie sich Fächer und Schleier elegant kombinieren lassen. Erstmals stand Nashyra auf der Interkulturellen Bühne; ein absolut gelungener Auftritt der schönen Ecuadorianerin. Ungewöhnlich präsentierte sich das Cibelle Dance Collective: Die drei bunt gekleideten Damen führten zunächst einen Tanz mit Zimbeln vor und waren später nochmals mit Krummsäbeln in einer spektakulären Choreografie zu sehen.

Das Ensemble Su (Su bedeutet Wasser) tauschte die langen Röcke auf der Bühne gegen sehr kurze aus und hatte diese Verwandlung gekonnt in seine Vorführung eingebunden. Auch Moderatorin Mellany Amar zeigte – in tollem Kostüm – ein Solo. Die Damen von OT pur bewiesen, dass Bauchtanz in ungewöhnlichen Kostümen ebenfalls funktioniert. Eine anregende Mischung aus orientalischem und lateinamerikanischem Tanz sahen die Gäste beim Auftritt von El Nur, einer dreiköpfigen Gruppe aus Cloppenburg. Eine weitere Premiere gab es mit Angelina, ihr Tanz erhielt viel Beifall, wie übrigens alle Vorführungen. Die Gäste konnten sehen, dass Bauchtanz nicht nur im klassischen Outfit mit Münztuch funktioniert, sondern auch mit selbst genähten, hübschen Tops und in Jeans.

Lange Nacht des Kabaretts

Ein opulentes orientalisches Büfett rundete den gelungenen Auftakt der „Days of Respect“ ab. Mit Musik, der „Langen Nacht des Kabaretts“ am 11. November, Theater, Improvisation, Gesprächen und Performances setzt sich das Programm fort. „Im Mittelpunkt des Festivals stehen künstlerischer Austausch und Begegnung mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauung oder Lebensweise. Der Dialog schafft die Basis für ein friedliches, von Respekt und gegenseitiger Achtung geprägtes Zusammenleben“, erklärte Yusuf Kilic. Details zum Kulturfestival finden Interessierte unter www.interkulturelle-buehne.de.

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