Bewohner des Stadtteils in Portraits festhalten Teilnehmer für Fotoprojekt in Fechenheim gesucht

Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck lichten Bewohner Fechenheims und den Stadtteil ab. Es werden noch Fechenheimer gesucht, die mitmachen möchten. Foto: p

Fechenheim (sh) – Anna Pekala war schon in fast 400 Wohnungen. Mit ihrer Fotokamera. Denn für das Langzeit-Projekt „In Frankfurter Gesellschaft“ lichtet sie die Bewohner verschiedener Stadtteile ab. Ihr Partner Florian Albrecht-Schoeck hält derweil Außenwelt der Quartiere mit der Kamera fest. Jetzt sind die Fechenheimer an der Reihe, sich in ihrer privaten Umgebung von Anna Pekala aufnehmen zu lassen.

„Die Fotos entstehen im Rahmen des Projekts des Quartiersmanagements, „Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft““, erklärt Anna Pekala. Die von ihr erstellten Portraits sollen einen Querschnitt der Stadtteilbewohner abbilden und Einblicke in ihre Lebenswelten zeigen. In 14 Stadtteilen, in denen es ein Quartiersmanagement gibt, waren Pekala und Albrecht-Schoeck bereits, um dort zu fotografieren.

25 Portraits von Fechenheimern sollen insgesamt erstellt werden

Jeweils 25 Portraits pro Stadtteil erstellt die Künstlerin. Fechenheimer, die Lust haben, bei dem Projekt mitzumachen, sind willkommen. „Familien, Freunde, Paare oder Einzelpersonen können teilnehmen. Dabei sollen auch unterschiedliche Kulturen und Generationen gezeigt werden, aber ohne wissenschaftlichen Anspruch“, erklärt Pekala, worauf es ihr ankommt. Sie gestaltet die Motive gemeinsam mit den Teilnehmern, denn diese entscheiden letztendlich, was ihnen wichtig ist.

Im Brautkleid, mit Turnschuhen oder ganz klassisches Familienfoto

Das können traditionelle Kleidung aus dem Herkunftsland sein, Elemente, die auf ein Hobby hindeuten oder Lieblingsmöbel in der Wohnung sein. „Zum Beispiel hat eine Frau, die ich portraitiert habe, für das Foto ihr Hochzeitskleid angezogen. Sie wollte nach neun Jahren Ehe gerne wieder in die Rolle der Braut schlüpfen, während ihr Mann neben ihr ganz leger gekleidet war“, berichtet Pekala. Ein anderes Mal habe sie ein Lehrerpaar abgelichtet, das sich schick angezogen habe, da die beiden aber sehr sportlich gewesen seien, habe der Mann goldene Turnschuhe getragen und die Frau Schwimmflossen, erzählt die Künstlerin. In Unterliederbach habe sie sogar eine Teilnehmerin gefunden, die für das Foto eine Schwarzwälder Tracht mit Bommelhut angezogen habe. Besondere Kleidung sei aber keinesfalls ein Muss, sagt Pekala. Es gebe auch ganz klassische Familienfotos.

Die Bilder erzählen immer eine Geschichte

„Die Portraits sind immer eine Momentaufnahme. Es gibt vorher kein gedankliches Konzept, trotzdem muss das Portrait stimmig sein. Ich nehme Elemente mit hinein, die für die Geschichte, die das Bild erzählen soll, wichtig sind“, erklärt Pekala. Für seine Außenaufnahmen ist Florian Albrecht-Schoeck mit der Kamera im Stadtteil auf der Suche nach besonderen Motiven, wie das ehemalige Holzlager auf dem Allessa-Gelände oder das Parkhaus auf dem früheren Neckermann-Gelände. „Meine Herangehensweise ist eine Art Sammeltätigkeit und funktioniert intuitiv“, erklärt Albrecht-Schoeck.

Arbeiten von Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck sind auch im Historischen Museum

Ein Teil der Arbeiten der beiden Künstler, die an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert haben, ist in das Historische Museum Frankfurt eingezogen. Zudem wird es voraussichtlich im Sommer eine Ausstellung mit den in Fechenheim gemachten Bildern unter dem Titel „In Frankfurter Gesellschaft – Fechenheim innen und außen“ geben.

Interessierte sollten sich für die Portraitaufnahmen Zeit nehmen

Wer Lust hat, sich von Anna Pekala in seiner Wohnung fotografieren zu lassen, kann per E-Mail an die Adresse annapekala[at]web[dot]de Kontakt aufnehmen oder sich an Fechenheims Quartiersmanagerin Leonore Vogt, Telefon 069 24751496911, mobil 0171 5269016, E-Mail leonore.vogt[at]diakonischeswerk-frankfurt[dot]de wenden. Interessierte sollten für die Portraitaufnahmen rund anderthalb Stunden Zeit einplanen. Die Teilnahme ist kostenlos. Als Dankeschön bekommen die abgelichteten Personen eine CD mit einer Auswahl der gemachten und bearbeiteten Aufnahmen. Die Fotografien werden nur im Zusammenhang mit dem Projekt anonym gezeigt. Weitere Informationen über das Projekt gibt es im Internet unter www.in-frankfurter-gesellschaft.de.

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