30 Sternsinger waren in Klein-Auheim unterwegs

Bei Nieselregen von Haus zu Haus den Segen zum neuen Jahr überbracht

Mit viel Begeisterung und einem herzlichen Lächeln zogen die Klein-Auheimer Sternsinger durch die örtlichen Straßen und unterstützten tatkräftig die bundesweite Spendenaktion zum Dreikönigssingen. Foto: kama

Klein-Auheim (kama) – „Endlich! Wir haben den ganzen Morgen auf Euch gewartet!“, sagt die ältere Dame zu den drei Sternsingern, die noch etwas schüchtern durch das Hoftor reinkommen. 

Nach einer kurzen Begrüßung fangen die zwei Mädels und der Junge an zu singen. Mit ihren Liedblättern vor der Nase singen sie vom hellen Stern, der Hoffnung in der dunklen Nacht bringt und von Gottes Segen, den sie von Haus zu Haus tragen möchten. Auf Wunsch können die kleinen Sänger aber auch abwechselnd Gedichte und Segenswünsche aufsagen. Belohnt werden sie mit einem strahlenden Lächeln der Hausbesitzerin und vielen Süßigkeiten.

„Das war wirklich gelungen, wir haben uns alle sehr über Euren Besuch gefreut!“, sagt die ältere Dame, die für das alljährliche Spektakel alle anwesenden Familienmitglieder zusammengetrommelt hat. Und während die drei Sänger die ausgeteilten Süßigkeiten schnell in den Bollerwagen packen, schiebt die Hausbesitzerin das Spendengeld durch den dünnen Schlitz der goldenen Geldkasse. Und schon geht es für die Klein-Auheimer Sternsingergruppe wieder raus auf die Straße, in den Nieselregen, zum nächsten Haushalt.

Doch nicht alle Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul wurden so herzlich empfangen.

„Wir waren in Straßen, da hat leider nur jedes vierte oder fünfte Haus die Tür aufgemacht. Oft hat man Leute hinter Vorhängen gesehen oder Lichter, die im Haus brannten, aber die Türen blieben verschlossen“, so eine Gruppenleiterin aus den Reihen der Klein-Auheimer Katholischen Jungen Gemeinde, die sich jedes Jahr um die Organisation und Durchführung der Sternsinger-Aktion kümmert. Doch auch wenn einige Türen verschlossen blieben und manche Hausbesitzer die Sternsinger direkt weiterschicken, verloren die meisten Kindern nicht den Mut: „Es gab nur wenige Kinder, die wirklich enttäuscht waren, dass niemand aufgemacht hat. Aber dann geht man eben ein paar Häuser weiter und früher oder später findet sich schon jemand, der einen Segen über der Haustür wünscht und ein paar Lieder hören möchte“, so die Gruppenleiterin.

Dass sich die Klein-Auheimer Kinder nicht entmutigen lassen, sieht man an der steigenden Sternsingerzahl: 2017 konnten 27 Kinder in Klein-Auheim ausgesandt werden, während dieses Jahr 30 Kinder den Segen „Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“ an die Haustüren brachten.

„Wenn meine Freunde dabei sind, dann mache ich nächstes Jahr auch wieder mit. Und vielleicht werde ich irgendwann auch mal Gruppenleiter“, so ein Fünftklässler, der zielstrebig eine ehrgeizige Sternsinger-Karriere anstrebt. Sein Vorhaben aus dem letzten Jahr, die Liedtexte auswendig zu lernen, habe er nach einigen Aussagen erreicht.

Siehe auch Artikel "Sternsingeraktion..."

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