Paul Allerberger und Giovanni Lo Tempio

Bürgerverein ehrt zwei „Oberräder“

Eugen Müller (links) überreicht dem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oberrad eine Urkunde und einen Bierkrug. Foto: Schieder

Oberrad (ms) – Immer, wenn der Bürgerverein Oberrad zu seiner Jahresabschlussfeier einlädt, dann wird seit dem Jahr 2000 auch der Oberräder oder die Oberräderin des Jahres vorgestellt. Am vergangenen Samstag begann die Feier mit musikalischer Unterhaltung von Czongor Berz am Klavier.

Eugen Müller, Vorsitzender des Bürgervereins, begrüßte unter den Gästen Stadtbezirksvorsteher Michael Hunstein und etliche frühere Oberräder des Jahres. Er zog eine kurze Jahresbilanz. Mit der Errichtung des Vereinsbaums, der Aufstellung der Gärtnerfrau und dem alljährlichen Konzert sei es ein ereignisreiches Jahr gewesen. Dann teilte er mit, dass es in diesem Jahr wieder zwei Vorschläge für den „Oberräder des Jahres 2016“ gegeben habe, die beide diese Auszeichnung verdient hätten.

Als erster wurde Paul Allerberger, der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, geehrt. Er seit zwar auch nicht unerheblich bei dem Karnevalverein „Wespen“ aktiv und war dort lange Jahre Sitzungspräsident. Heute stehe jedoch sein Engagement bei der Feuerwehr im Mittelpunkt. Paul Allerberger hat nach der Schule 1973 eine Ausbildung als Schaufenstergestalter in Frankfurt absolviert. Ab 1976 begann er dann seine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr. Seit 1990 ist er auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberrad aktiv. 1993 wurde er stellvertretender Wehrführer und ist seit 1997 Wehrführer. „Für Laien ist schon erstaunlich, dass nach einem beruflichen Arbeitstag sich unmittelbar die gleiche Tätigkeit freiwillig fortsetzt“, stellte Müller fest. Die Freiwillige Feuerwehr Oberrad steht auch stets für Sonderwünsche im Stadtteil zur Verfügung. Sie errichtet den Kerbebaum, beteiligt sich am Stadtteilfest, kümmert sich um den Weihnachtsbaum auf dem Buchrainplatz.

Seit Kurzem in Ruhestand

Paul Allerberger war auch maßgeblich bei der Planung des Vereinsbaums beteiligt. Er hat von der Stadt Frankfurt bereits die Römerplakette in allen Stufen erhalten und nach 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr das silberne Brandschutzabzeichen am Bande vom Land Hessen. Nachdem er vor knapp drei Wochen in den Ruhestand verabschiedet wurde, hofft der Bürgerverein, dass er noch lange der Freiwilligen Feuerwehr Oberrad erhalten bleibt. „Heute machen wir eine Ausnahme von der Regel, dass der Geehrte nicht nur in Oberrad wohnen muss, sondern auch zum Nutzen der Oberräder Bevölkerung tätig geworden ist,“ erklärte Müller. Giovanni Lo Tempio ist zwar in Frankfurt geboren, lebt aber in Offenbach. Seine Wurzeln liegen allerdings in Sizilien. Sein Wirken kommt den Oberrädern zugute.

Er absolvierte erst eine Ausbildung zum Restaurantfachmann, wo er Service und Kundenfreundlichkeit von der Pike auf gelernt hat. Heute ist er als Berufskraftfahrer in einem völlig anderen Bereich tätig. Doch Freundlichkeit und Service hat er nicht vergessen, wenn er heute die Buslinien 81 und 82 zuverlässig fährt. Er hat für jeden ein freundliches Wort, zeigt stets Hilfsbereitschaft und ist zuvorkommend.

„Giovanni Lo Tempio ist zurzeit arbeitsunfähig erkrankt und war längere Zeit nicht in Oberrad. Bei einer kurzen Rücksprache mit dem Bürgerverein vor einer Woche vor dem Café am Buchrainplatz gab es sofort eine Ansammlung von Menschen, die sich um ihn scharte und besorgt fragten, wann er endlich wieder zum Dienst kommt,“ sagte Müller. Nach dem Essen unterhielten dann die „Kellergeister“ Brigitte Franke und Fritz Giersbach die Gäste mit Gedichten, Szenen und Musik.

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