Bei „Die Altstadt frühstückt“ trotzten viele Besucher dem Herbstwetter Das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden

Sekt und Süßes gab es nach erfolgreicher Shoppingtour im Modegeschäft von Jasmina Kreso. Bei der Aktion „Die Altstadt frühstückt“ war am Samstag in Dietzenbach für jeden Geschmack etwas dabei. Foto: Schmedemann

Dietzenbach (liz) – Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – das könnte auf dem Flyer des Altstadtfrühstücks stehen. Zweimal im Jahr lädt der Gewerbeverein dazu ein, bei Süßem oder Herzhaftem die Vielfalt der Geschäfte rund um den „Roten Platz“ kennenzulernen oder aufs Neue zu genießen.

Das „Frühstücksbuffet“ war reichhaltig: Einen zünftigen Start in den Tag gab es bei der Parfümerie am Stadtbrunnen mit Weißwurst, Brezeln und Bier. Zu etwas dezenterem Geschmack lud Jasmina Kreso in ihren Modeladen ein. Neben Sekt und Donuts in jedweder Variation gab es professionelle Beratung gleich dazu. Christine Felies war an diesem Morgen auf der Suche nach einer Abendgarderobe. Die Tüte mit den neuen Lieblingsstücken war schnell gepackt, der Griff zum Sektglas war damit gleich entspannter. „Ich schätze die Läden in der Altstadt sehr“, sagte Felies, „das Frühstück gibt vielen die Gelegenheit, sich auch mal anders mit den Geschäften auseinanderzusetzen.“ Oft habe man im Alltag nicht die Zeit oder den Nerv, das gesamte Angebot zu studieren. Verdutzte Fragen wie „Ach, sowas gibt es?“ begegneten Felies nicht selten. „Deswegen ist mein Tipp: Augen auf“, sagte sie und hob das Sektglas. Jasmina Kreso bestätigte: „Die Besucher nehmen die Veranstaltung sehr gerne an.“ Dabei locke die andere Atmosphäre, die das Frühstück mit sich bringe. „Man kommt auch schneller ins Gespräch und bei gutem Essen macht das immer Spaß“, erzählte sie weiter.

Ein Neuling bei dieser Herbstausgabe war Diana Dutiné-Löhr. Sie schaute erstaunt auf die zwei leeren Kochtöpfe, in denen sich am Vormittag noch etwa anderthalb Kilo Nudeln befunden hatten.

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„Mir war gar nicht klar, dass die Altstadt so unterwegs sein kann“, sagte sie mit großen Augen. Noch waren die Schaufenster von „Dianas Kochwerk im Lädchen“ verhängt, denn die Renovierungsarbeiten für die neue Anlaufstelle, wenn es um Nudeln geht, eröffnet erst am 7. Oktober offiziell. „Ich wollte aber schon einmal die Neugierde stillen“, sagte Dutiné-Löhr. Und die war da: Der Strom von interessierten Passanten, die einen Blick hinter die Scheiben werfen wollten, versiegte auch nicht, als die Probeportionen Spaghetti alle waren. Beliebt waren wieder die Lose der Tombola, deren Erlös diesmal der Dietzenbacher Tafel zugute kommt.

Das Kontingent, das Irmgard Weber von der Parfümerie bei sich hatte, war schnell ausverkauft. „Die Leute nehmen das Frühstück sehr gut an, auch wenn es regnet“, erzählte sie. Bei einem Schauer hatten die Gäste kurzerhand die Bierbänke unter das Vordach geschoben und den nächsten Sonnenschein abgewartet.

„Es ist einfach schön, wie viel Mühe sich die Läden geben, das kann man dann schonmal würdigen“, fand Besucherin Marion Brandel. „Es ist auch so, dass sich die Kunden schon hier verabreden“, erzählte Weber. Jens Hinrichsen etwa hatte die Chance ergriffen, mit seinem seinen Bruder zu frühstücken, der eigentlich in Australien lebt. „Wenn so etwas stattfindet, wenn ich gerade zu Besuch bin, bin ich natürlich dabei“, sagte der Auswanderer. „Schön habt ihr’s hier“, fand er. Neben „Dianas Kochwerk“ nahmen Arne Brokmeier und der „Beeren Knecht“ erstmals an dem Altstadtfrühstück teil. Während letzterer mit Obstsalat aufwartete, veranstaltete der Blumenbinder eine „Tortenschlacht“ in seinem Geschäft. Erst zur Mittagsstunde löste sich die Menschentraube vor und in den Geschäften auf.

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