Dank Angelika Kwoka hilft die Tafel auch in Corona-Zeiten Spezialistin für Problemfälle

Im Team erfolgreich: Tafel-MitarbeiterinAngelika Kwoka (Mitte) mit Thomas Thamke (links) und Ökkes Gezici. Foto: Wittekopf

Dietzenbach – Nahezu alle sind von der Pandemie betroffen, viele Existenzen in Gefahr. Besonders hart aber trifft es kinderreiche Familien mit geringem Einkommen.

Mehr als 250 Familien in der Kreisstadt sind auf Spenden der Tafel angewiesen. Doch der Beginn der Corona-Krise im vergangenen März, stellte die Verantwortlichen vor Probleme: Die meisten Helfer gehören zu den Risikogruppen, Hygienematerialien waren nicht ausreichend verfügbar. So beschloss man, den Betrieb vorerst einzustellen. „Das war natürlich ein Schock für uns alle“, sagt Tafel-Mitarbeiterin Angelika Kwoka. „Ich bekam viele verzweifelte Anrufe von Menschen, die dringend Hilfe von uns brauchten“, erzählt die Dietzenbacherin, die die Lagerung und Vorbereitung der Lebensmittel leitet und überwacht. „Einige sind ja nicht mobil und werden von uns zu Hause beliefert, andere hatten große finanzielle Probleme.“

„Ich bin kein Mensch, der gerne Nein sagt“, sagt sie. Ein Hygiene-Konzept musste her. Auf die Lösung verzwickter Problemfälle versteht sich Angelika Kwoka. 1980 war sie für die Verteilung der Koffer am Frankfurter Flughafen zuständig. Später arbeitete sie in der Hausaufgabenhilfe der Sterntalerschule. „Viele Kinder hatten nicht ausreichend zu essen“, erzählt sie. Deshalb sprach sie die damalige Toom-Markt-Leitung an, erhielt sofort Unterstützung. „Ich habe dann zu Hause die Mahlzeiten gekocht, natürlich oft mit Pommes.“ Doch die Herausforderung, die Tafel unter Corona-Bedingungen fortzuführen, war größer. „Also haben wir beschlossen, dass wir die Ware in Tüten verpacken“, berichtet Kwoka. „Plastiktüten wollten wir nicht nehmen und Papiertüten schienen uns zuerst zu instabil.“

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Schließlich fand sie doch Papiertüten, die stabil genug sind. „Wir haben dann im Sommer auf dem Parkplatz an der Sankt-Martin-Kirche Tische und Pavillons aufgebaut und dort die Tüten so kontaktlos wie möglich verteilt.“ Nach wie vor werden die Tüten kontaktlos übergeben, das Angebot wird gut angenommen. „Wir haben es den ehrenamtlichen Teamleitern, den Helfergruppen und den Fahrern, aber besonders Frau Kwoka und ihren Mitarbeitern zu verdanken, dass alles so reibungslos und sicher abläuft“, sagt Christel Germer, Leiterin der Tafel

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