Ausstellung zeigt Werke unter dem Motto „Sand im Bild“ Ein Aspekt ist auch die Rohstoff-Problematik

Die Heusenstammer Malerin Brigitte Fischer beschäftigt sich für ihre Kunst auch mit dem Rohstoff Sand. Foto: Holecek

Heusendstamm (pjh) – Eine nicht alltägliche Ausstellung ist derzeit im Heusenstammer Haus der Stadtgeschichte zu sehen.

der Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm zeigt dort unter dem Motto „Sand im Bild“ Werke der Heusenstammer Malerin Brigitte Fischer

Bei der Vernissage am Freitagabend wurden die Besucher zunächst von Angelika Banck, die die Gäste begrüßte, und Reinhold Franz, der mit seinem Saxofon die muskalische Begleitung der Veranstaltung übernommen hatte, empfangen.

Brigitte Fischer beschäftigt sich schon länger mit dem Medium Sand und weiß viel darüber zu erzählen. Vom Sprichwörtlichen „Sand im Getriebe“, „Sand in den Augen“, „Sand am Meer“ oder „im Sande verlaufen“ bis hin zu Gedichten, Büchern und Filmen über Sand. Die Kunst mit Sand ist vor allem durch die Mandalas im Buddhismus bekannt, und im Berliner Admiralspalast gibt es gar ein Sandtheater.

Neben dem künstlerischen Aspekt beschäftigt die Künstlerin aber auch die Problematik seiner Verwendung als Rohstoff. Sand wird immer knapper und sein Abbau hat zum Teil verheerende ökologische Folgen. In Marokko führt der Abbau beispielsweise zu Absenkungen von Küsten und zur Versalzung von Süßwasservorkommen. Auch darauf möchte Brigitte Fischer mit ihren Werken aufmerksam machen.

Unterstützung findet sie bei ihrem Mann Bernd, der ihr beim Konzept und dem Aufbau der Ausstellung sowie an diesem Abend zur Seite stand. Gemeinsam mit drei freiwilligen Helfern aus Nicaragua, die in Heusenstamm ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Fischer gestaltet ihre Acrylmalereien mit schwarzem, eisenhaltigem Vulkansand vom Strand der Heusenstammer Partnerstadt Ladispoli. Aus der Partnerstadt war auch der kleine Leonardo mit seinen Eltern angereist. Für ihn hat Sand, wie für alle Kinder, sicher noch eine ganz andere Bedeutung. Dennoch folgt er auf dem Schoß seiner Mama interessiert dem Vortrag. Auch schwarzer Sand aus Island wird in ihren Bildern verwendet sowie weißer aus Heusenstamm.

Verarbeitet wird der natürliche Stoff von Brigitte Fischer in kleinen und großen Formaten, etwa bei Küsten-, Wasser- und Berglandschaften. Der Sand werde dabei nicht in die Farbe gemischt, da er sonst an Schönheit verliere, erläuterte sie. Vielmehr werde er in den abstrakten Bildern direkt als Gestaltungselement eingesetzt.

Wer neugierig geworden ist und die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den Öffnungszeiten tun.

Diese sind am Samstag und Sonntag, 21. und 22. April, von 11 bis 17 Uhr, Mittwoch und Freitag, 18. und 20. April, jeweils von 16 bis 18.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter S   06104 5706. Der Eintritt ist frei, Spenden als Kostenbeitrag sind willkommen.

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Kommentare

Sandbilder

Hallo und guten Tag,

wir haben einige Jahre in den USA gelebt. Wir haben in dieser Zeit nicht nur indianische POWHOW,s besucht, sondern auch Reservate einiger Indianerstämme. Schmuck und Kostüme aus früheren Zeiten haben uns immer begeistert. Besonders haben uns aber die Sandbilder der Navajo Indianer gefallen. ( Diese werden auch in Australien von den Aborigines hergestellt.) Hier eine Information darüber: http://www.indiancorner.de/Kunsthandwerk/Kunsthandwerk-Raritaeten/Sandbilder-der-Navajo:::334_473_22.html

Freundlichen Gruß
K.Leim

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