Interessierte können Kontakt zur Stabsstelle Integration aufnehmen Flüchtlingshilfe Heusenstamm sucht helfende Hände

Unter den Neuzugewanderten wünschten sich viele möglichst bald eine Ausbildungsstelle, eine Qualifizierung oder einen beruflichen Einstieg. Dafür sucht die Flüchtlingshilfe Heusenstamm händeringend nach Sprachpaten, die das Lernen der deutschen Sprache unterstützen. Symbolfoto: dpa

Heusenstamm (red) – „Rund 300 Menschen mit Fluchthintergrund leben derzeit in Heusenstamm“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. „Viele der Menschen sind bereits seit knapp zwei Jahren hier und kennen die Schlossstadt schon sehr gut.“ Nur noch vereinzelt würden vom Kreis Offenbach Menschen nach Heusenstamm neu zugewiesen. Die meisten der jungen Männer, Frauen, Familien und Alleinerziehenden lebten in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften, denn nur wenige hätten bislang privaten Wohnraum gefunden.

Laut Stadtverwaltung gibt es im Stadtgebiet aktuell drei Gemeinschaftsunterkünfte, die unterschiedlich groß sind. Die kleinste Unterkunft biete Platz für 20 Personen, die größte für bis zu 150 Personen. Neben den staatlichen Stellen kümmerten sich vor Ort zahlreiche Ehrenamtler um die Betreuung der Flüchtlinge. Viele Heusenstammer engagierten sich hier von Anfang an, begleiteten die „Neu-Heusenstammer“ im Alltagsleben und investierten ihre freie Zeit in vorbildlicher Weise. Aber auch diese ehrenamtliche Tätigkeit komme an ihre Grenzen: nicht jeder könne oder wolle über einen längeren Zeitraum hinweg tatkräftig dabei bleiben. Insofern seien immer wieder Frauen und Männer gesucht, die bereit seien in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe mitzuwirken und so eine der wichtigsten Grundlagen für die Integration zu schaffen. Die „Einsatzorte“ in der Flüchtlingshilfe sind den Angaben zufolge vielfältig:

Ein Hauptthema ist das Finden von freien Wohnungen

Eines der aktuellen Hauptthemen sei das Finden von freien Wohnungen. Aufgrund des angespannten freien Wohnungsmarktes sei es vielen Personen, die bereits ihre Anerkennung erhalten hätten, nicht möglich, die oft teils beengte Lebenssituation in den Gemeinschaftsunterkünften zu verlassen und eine eigene Wohnung zu beziehen (dies seien insbesondere Familien und in Ausbildung oder im Berufsleben Tätige.) Einige ehrenamtliche Helfer bemühten sich daher, die Personen bei der Wohnraumsuche bestmöglich zu unterstützen.

Neben der Wohnungssuche sei der berufliche (Wieder-) Einstieg eines der zentralen Themen unter den Neuzugewanderten. Sie wünschten sich möglichst bald eine Ausbildungsstelle, eine Qualifizierung oder einen beruflichen Einstieg. Besonders die Personen, die schulische Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung besuchten, benötigten Unterstützung bei ihren Hausaufgaben (überwiegend Hauptschul-Niveau) oder beim Schreiben von Bewerbungen.

„Grundsätzlich ist das Erlernen der deutschen Sprache das A und O in der Flüchtlingshilfe“, so die Stadtverwaltung. „Deutschkenntnisse der Neuzugewanderten sind so unterschiedlich wie ihre Herkunftsländer. Einige Personen können sich bereits sehr gut verständigen, andere müssen die lateinische Schrift gänzlich neu erlernen. Die ehrenamtliche Sprachförderung will künftig Kurse zu unterschiedlichen Zeiten anbieten, die die Personen beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen.“

Ausloten, wo Paten aktiv werden können

Es fehle jedoch an „Sprachpaten“, die das Erlernte weiter verfestigten oder bereit seien Hilfestellung beim Erlernen der deutschen Sprache zu leisten. Zudem seien viele Kinder unter den neuzugewanderten Familien, die ebenfalls Unterstützung benötigten.

Die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe unterstütze fast täglich (Grund-)Schüler, die noch nicht so gut Deutsch sprechen könnten, bei ihren Hausaufgaben. Auch hier würden helfende Hände benötigt. Zudem stünden einige alleinerziehende Mütter vor der Schwierigkeit, dass sie keinen Deutschkursus besuchen könnten, weil sie keine Betreuung für die Kinder hätten – auch hier sei Hilfe nötig. „Generell wären mehr Patinnen und Paten wünschenswert, die Familien oder einzelne Personen zur Seite stehen und Unterstützung in unterschiedlichsten Lebensbereichen anbieten können“, schreibt die Stadtverwaltung.

Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, kann Kontakt zur Stabsstelle Integration im Rathaus, bei Britta Müller unter Telefon 06104 607-1145 oder per E-Mail an britta.mueller[at]heusenstamm[dot]de aufnehmen.

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