Immer mittwochs Spätschichten in St. Cäcilia

Die Sinne stehen im Mittelpunkt

Unter dem Titel „Effata, sich dem Leben öffnen“ gestaltet ein ökumenisches Team an jedem Mittwochabend bis Ostern eine Spätschicht in St. Cäcilia in der Schlossstraße in Heusenstamm. Beim ersten Treffen ging es darum, „sich vom Leben berühren zu lassen“. Foto: m

Heusenstamm (m) – „Heute schon die Welt verändert?“ Das katholische Hilfswerk Misereor macht stets zur Fastenzeit auf die Situation von Menschen in anderen Ländern aufmerksam, 2018 ist der Blick auf Indien gerichtet.

Christen in der Schlossstadt greifen das Motto auf und laden ein, „Effata, sich dem Leben öffnen“. Unter diesem Titel gestaltet ein ökumenisches Team an jedem Mittwochabend eine Spätschicht in St. Cäcilia.

Beim ersten Treffen ging es darum, „sich vom Leben berühren zu lassen“.

Sprecher Herbert Margraf sprach von einer „ganzheitlichen Wahrnehmung“, einer Verbindung mit der Mit-Welt, von Mitgefühl und Tatkraft. Dazu passte das Evangelium von Jesus, der bei einem Pharisäer eingekehrt war.

Dort reinigte eine Prostituierte dem Herrn mit Tränen die Füße, trocknete sie mit ihrem Haar und salbte sie mit kostbarem Öl. Jesus vergab ihr die Sünden, ihr Vertrauen habe sie gerettet.

Der Hausherr hingegen mache sich unberührbar und zeige sich überheblich. Jesus habe keine Berührungsängste, betonte Margraf.

Trotz Verbots werde in Indien noch oft an der Tradition der Kasten festgehalten, die „Unberührbaren“ müssen die Drecksarbeit erledigen und seien vom Leben abgesondert.

Misereor möchte darum Dörfer und Gemeinwesen stärken, rege aber auch an nachzudenken, wo es hierzulande „Menschen zweiter Klasse“ gibt, zu denen viele Abstand halten oder wo man sich selbst ausgrenzt.

Laut Papst Franziskus sei auch der Körper eine Gabe Gottes und stelle eine Beziehung zur Umwelt dar, zitierte Herbert Margraf Papst Franziskus,

Neben Margraf gestalteten Ewald Schreiner und an der Gitarre Martina Hartmann-Abas das besinnliche Treffen mit. Sie vermittelte viel Atmosphäre mit berührenden Klängen. Zum Team der Spätschichten zählen außerdem Ursula Heidenreich, Mechthild Schreiner, Edeltrud Blumenberg, Hugo Köhler und Pfarrer Sven Sabary von der evangelischen Gemeinde.

An den nächsten Abenden regen die Organisatoren an, „das Leben auskosten“,“ auf das Leben hören“, „das Leben sehen lernen“ und „das Leben atmen“ – immer mittwochs ab 18 Uhr in St. Cäcilia.

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