Bei Neujahrsempfang der Pfarrgruppe wurden Umfrage-Ergebnisse vorgestellt Viele katholische Christen wünschen sich Beistand

Peter Kwasniok, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, begrüßte die Gäste zum Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgruppe Heusenstamm, der im Pfarrheim Maria Himmelskron in der Marienstraße stattfanf. Foto: m

Heusenstamm (m) – „Begegnung mit der Kirche“ wünschen sich viele Heusenstammer Christen im Alter, im Krankheitsfall, aber auch im Alltag. Beistand erwartet eine große Zahl auch bei Verlust oder Trennung von nahestehenden Menschen, „in der Diskussion politischer und kirchlicher Themen“, bei Festen und im Familienleben.

Das sind einige der Ergebnisse einer Umfrage, die Professor Eberhard Hild, der stellvertretende Vorsitzende des jungen Pfarrgemeinderats, beim Neujahrsempfang der Katholischen Pfarrgruppe Heusenstamm vorstellte.

Rund 100 Christen folgten nach dem ersten Gottesdienst im neuen Jahrzehnt der Einladung ins Pfarrheim Maria Himmelskron. Hild hatte mit Yvonne Sassen, Pascal Czok, Heidi und Jochen Friedrich die Resultate der Erhebung unter den Angehörigen der Pfarreien ausgewertet und veröffentlichte nun mit Grafiken und Diagrammen die erste Erkenntnisse vor.

Danach fühlen sich etwas mehr als die Hälfte der Katholiken in Gesamt-Heusenstamm der Gemeinde Maria Himmelskron zugehörig, ein gutes Viertel St. Cäcilia und zehn Prozent der Rembrücker Pfarrei Mariä Opferung. Fast 27 Prozent gaben an, regelmäßig die Gottesdienste zu besuchen und in ihrer Gemeinde mitzuarbeiten. Etwas weniger nehmen regelmäßig Angebote der Kirche wahr, ein Drittel eher unregelmäßig und ein Zehntel der 363 Teilnehmer an der Befragung kommt nur zu besonderen Anlässen.

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Die meisten der Beteiligten gehören den Altersgruppen der 46- bis 65-Jährigen, auch Christen, die 76 Jahre und älter sind, waren stark vertreten. Wenig Bedarf einer Begleitung durch die Kirche gibt es den Antworten zufolge im Berufsleben und bei Erwerbslosigkeit, bei Umzug und Suchtkrankheiten. Großes Interesse besteht an thematischen Gottesdiensten und Konzerten, an Vorträgen und Andachten „bis zu 30 Minuten“. Bei Familiengottesdiensten, ökumenischen Angeboten und Veranstaltungen zu besonderen Anlässen wäre knapp die Hälfte der Befragten dabei, zeigte die Auswertung.

Persönlich bewegen größere Kreise die Themen soziale Gerechtigkeit, Umweltfragen und die politische Situation, die Felder Zukunft, Gesundheit und Glauben. Wenig Kompetenz wird der Kirche in Sachen Familiengründung und Wohnungssuche zugetraut. Die Arbeitsgruppe wollte zudem wissen, wo und wie die Christen die katholische Kirche wahrnehmen. Eine detaillierte Auswertung soll im Frühjahr folgen.

Pfarrer Martin Weber und PGR-Vorsitzender Peter Kwasniok dankte langjährigen und engagierten Räte, die nicht mehr kandidiert hatten. Matthias Emge war mehr als 20 Jahre das „Gesicht der Pfarrei Maria Himmelskron“, zeigte viel Geschick und Engagement bei der Organisation von Festen. Das gelte in ähnlicher Weise für Wahlleiter Norbert Holzamer, der 28 Jahre PGR-Arbeit geleistet hat und weiterhin im Förderverein Balthasar Neumann aktiv ist.

Martina Paul wirkte 16 Jahre in St. Cäcilia mit, auch Lothar Mende sowie Professor Elmar Götz aus Rembrücken wurden verabschiedet. Götz, „zweitwichtigster Mann nach dem Papst“, scherzte der Seelsorger, wurde erstmals 1968 in den Pfarrgemeinderat gewählt und saß zuletzt 34 Jahre im Verwaltungsrat. Alle erhielten Urkunden des Mainzer Bischofs.

Kwasniok lobte die „tolle Jugend“, die eine „fantastische Sommerfreizeit“ realisiert habe, die alle begeisterte, ferner die 72-Stunden-Aktion in der Kita St. Cäcilia, die Gestaltung des Jugendraums an der Marienstraße und den Äppler-Anstich. Die Gläubigen hießen 2019 Diakon Schäfer willkommen und neue Leiter für die Kinder- und die Männerschola. Die Theatergruppe Liaison führte ein weiteres Stück auf.

Für 2020 kündigte der Pfarrer eine Primiz an, Diakon Benjamin Weiss aus der Schlossstadt wird am 27. Juni zum Priester geweiht und feiert tags darauf Primiz in seiner Heimatpfarrei.

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