Müllerborsch eröffnet Fußballspiel zwischen TSV Lämmerspiel und Espanol Offenbach Fremde Trikots auf dem Fußballrasen

Bei dem Fußballspiel TSV Lämmerspiel gegen Espanol Offenbach eröffnete der Müllerborsch die Partie. Leider, ohne Glück zu bringen. Die Lämmerspieler verloren knapp. Foto: p

Mühlheim (m) – Auch das gibt’s halt nur in Lämmerspiel, dass die Symbolfigur Mühlheims den Anstoß zu einer Begegnung der ersten Mannschaft ausführt. Robert Kordik, der 24. Müllerborsch der Mühlenstadt, eröffnete am Sonntagnachmittag das Spiel der TSV gegen Espanol Offenbach, das die Heim-Mannschaft trotz eines guten Starts noch mit 1:2 verlor. Die Spieler zogen ganz wie bei den Spielen in Bundesliga und auf nationaler Ebene mit den jüngsten Kickern an der Hand ein. Im Schlepptau hatten sie diesmal jedoch fünf Herren in ungewohnter Ausstattung, mit weißen Jackets oder Schlafmütze auf dem Haupt und Mehlsack auf dem Rücken. Es waren vier Mitglieder des Elferrats des benachbarten Lämmerspieler Carneval-Vereins (LCV), aus dessen Reihen die Idee zu dem ungewöhnlichen Auftakt kam.

Peter Rubin, Ex-Prinz und Altmeister in der Bütt, gab den Anstoss zu der Aktion, die TSV Manager waren einverstanden mit der Verbindung von Sport und Kultur. Also sprangen zum Einzug der Spieler Rubin, Prinz Daniel I. Lange, Michael Blank und Jörg „Jogi“ Büdel in ihrer Dienstkleidung mit aufs Feld, Müllerborsch Kordik im Schlepptau, der selbst aktiv spielte.

Im Verein für Rasensport, VfR, in seinem Geburtsort Moosthenning bei Dingolfing in Bayern kämpfte er auf allen Positionen, war schon Torwart und Stürmer, meistens aber Rechtsaußen, verriet er. Wie überraschend viele Sportfreunde in seiner ursprünglichen Gegend ist Kordik Anhänger der Schwarz-roten, des Clubs in Nürnberg und der Eintracht in Frankfurt. Was ihm an seinem aktuellen Wohnort nicht so viele Freunde machte.

Bis 1984 rannte er übers Grün, dann zog er der Liebe folgend ins Hessenland. In Lämmerspiel angekommen, schloss sich der gelernte Metzger ebenfalls den Karnevalisten an, ist dort und bei vielen anderen Vereinen und Gesellschaften vor allem als Koch und Spanferkel-Brater gefragt. Dazu entwickelt er immer wieder neue kulinarische Kreationen, basierend auf die traditionellen Speisekarten seiner bayerischen Heimat!

Begleitet wurde der Amtsträger von Mitgliedern des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVM) in den himmelblauen Hemden der Müllerborschen. Sie trösteten das unglückliche und durch Ausfälle geschwächte TSV-Team. Immerhin, Nico Hainz gelang in der 28. Minute der Führungstreffer.

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