Markus Höschele ist die neue Galionsfigur des Mühlheimer Karnevalvereins Karnevalisten küren den neuen Zugmarschall in Mühlheim

Hier thront der neue Zugmarschall Markus Höschele vor den Karnevalisten in Mühlheim. Foto: m

Mühlheim (m) – Markus Höschele führt nicht nur den Rosenmontagszug, sondern auch die Idee der Fastnacht. Der neue Zugmarschall des Mühlheimer Karnevalvereins (MKV) ist kein Freund großer Reden. Bei seiner Inthronisierung in der voll besetzten Willy-Brandt-Halle fand er aber klare Worte: „Immer mehr Gewalt, das ist der blanke Garaus. Ich möchte zeigen, für welche Werte die Fastnacht steht, für Fröhlichkeit, Friedfertigkeit und Toleranz, nicht für Hass und Arroganz.“

So manchen Narr hat der Glanz dieser Aussage nicht gleich erreicht, für Gelegenheitskostümträger war das Dreikönigsfest halt noch ein bisschen früh in der Kampagne. Den meisten Uniformierten aber ging’s wie Kanzler Thomas Lauf: „Gott sei Dank, es ist wieder soweit, sie geht los, die Faschingszeit.“ Der Conferencier begrüßte „alle, die unsre Müllemer Fastnacht lieben, auch die, die noch im Urlaub sind geblieben.

Der MKV zählt zu den närrischen Kreisen, die mittlerweile ein enges Netzwerk von Gleichgesinnten verbindet. Doch, „habt Verständnis, knapp 100 Vereine laufen bei uns mit, da können wir net zu allen in die Hütt’“. Wie eine Braut führte der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi die bisherige Zugmarschallin Ulli Eich auf den Thron. Zum Abschied hinterließ sie den Rat, „lacht über euch selber, bevors’n annern dud!“

Die neue Galionsfigur des MKV sei „ein unheimlich sozial engagierten Mann mit einem starken Gerechtigkeitsempfinden“. Markus Höschele war bereits 1995 Fastnachtsprinz in Obertshausen aktiv in der katholischen Jugend Hausen, kickte, trainierte und pfiff für den dortigen Turnverein, besuchte auch die Friedrich-Ebert-Schule in Mühlheim, baute sein Abi in der Fachrichtung Wirtschaft an seinem Heimatort. 16 Jahre war er Rettungssanitäter beim Arbeiter-Samariterbund, wo er sich auch im Betriebsrat engagierte. Heute ist Markus verheiratet, hat zwei Kinder und verkauft in Heusenstamm Autos. In seiner Freizeit spielt er Dart bei Teutonia Hausen und leitet ein Team, das Kinder betreut, die an der Glasknochen-Krankheit leiden. Erste Stadträtin Gudrun Monat war nach der Kürung „die erste Frau, die ihn küsst“. Marschall Markus hatte gebeten, auf persönliche Geschenke zugunsten einer Spende für Glasknochen-Kranke zu verzichten. So gratulierten einige Politiker, Müllerborsch, Vereinsvertreter und Regenten mit dem Verweis auf eine Überweisung. „Damit in Müllem keiner was verpasst, hat Ute Kraus-Jung es im Protokoll zusammengefasst.“ Sie klagte nach dem rhythmischen Auftakt durch die „Firedrums“ über die einspurige Verkehrsführung mit den rot-weißen Steinen „wie im Playmobil-Land“, wodurch Autofahrer schon an Willy-Brandt-Halle stehen. Die Feste haten „super“ Wetter, so auch das erste Bierfest, allein die Flut an Oktoberfesten verstörte sie: „Habt ihr vergesse’, wir sind kaa Bayern, wir sind Hesse’!“ Die alte Schiffschaukel soll dank eines Vereins sich wieder bewegen, Respekt zollte Ute für Einsatzkräfte: „Ich werde es wohl nie kapieren, wie kann man Helfer attackieren!“. Und ob die Fähre je wieder fährt?

Zum ersten Mal auf der Bühne stand die „Rasselbande“, 20 Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren sprangen unter Leitung von Melani Sacharov und Sabrina Fonzetti unter dem Motto „Step up“. Die Dancing Stars sind zwischen acht und 14 Jahre alt und schwebten in farbenprächtigen Elfen-Gewändern über die Bühne. Die Formation „Rythm Sunshines“ von Trainerin Selyn Hellmuth unternahm mit vier 15- bis 17-jährigen Mädchen eine „Weltreise“.

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