Candlelight-Abend des 1. Ski- und Freizeitvereins Lokalprominenz bei Traditionsveranstaltung

Bevor es mit dem Büfett losgeht, begrüßte Vereinsvorsitzender Horst Schweikard (links) die Gäste. Foto: Mangold

Mühlheim (man) – Den 1. Ski- und Freizeitverein Mühlheim (SFV) gibt es seit 33 Jahren. Am Samstag trafen sich 90 Mitglieder im Clubhaus der Concordia zum jährlichen Candlelight-Abend. An einem Tisch sitzt Helmut Euler, der ewig fitte 91-jährige Friseurmeister, der nach dem Krieg auf Befehl der Briten im Gefangenenlager deutsche Generäle rasierte. Die Engländer hatten Angst, mit einem eigenen Messer in der Hand brächten sich die hohen Offiziere um, wie Euler einmal in einem Interview erzählte. Ein paar Minuten nach der Eröffnung des Büfetts erschienen noch Karl-Christian Schelzke und Gattin Marita Immel-Schelzke. Sie ist Richterin, er Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, früherer Bürgermeister von Mühlheim und oberster Narr des Fastnachtsvereins Sonnau. Auch Amtskollege Jörg Knipp, Vorsitzender der Katholischen Karnevalisten Mühlheims, war vor Ort. Später schaute auch Bürgermeister und SFV-Mitglied Daniel Tybussek vorbei.

Im Jahr 1985 gründete sich der SFV, der 300 Mitglieder in seinen Listen führt und neben vielen anderen Aktivitäten einmal im Jahr eine Skifreizeit in St. Moritz organisiert, was sich dank der guten Kontakte von Horst Schweikard auch bezahlen lässt. Im Sommer unternimmt der Club gemeinsame Radtouren wie etwa vom 12. bis 15. Juni im Norden der Republik zwischen den Flüssen Hase und Ems. Seit der ersten Stunde agiert der Gründer des Fachgeschäfts Sport Schweikard als Vorsitzender des Vereins. Auch sein Vize spricht für die Kontinuität des SFV. Rudi Müller übernahm vor 26 Jahren die Stellvertretung von Horst Schweikard. Der Begriff Candlelight-Abend stammt noch aus Zeiten, als tatsächlich noch beim Jahresabschlussessen Kerzen auf dem Tisch flackerten. Aber das Wachs tropfte stets auf die Tischdecke. Irgendwann entschloss man sich, das Licht im Vereinsheim der Concordia zwar weiter gedämpft zu halten, aber elektrisch scheinen zu lassen. Auch was den Veranstaltungsort betrifft, zeigt der SFV Kontinuität. Seit 20 Jahren stellt der Musikverein Concordia in einem Domizil Am Grünen See seine Räume und die Leute zur Verfügung, die am Tresen Bier zapfen und die Gläser verteilen. Zum runden Geburtstag der Kooperation veranlasste Ute Mauermann, Schatzmeisterin der Concordia, dass jeder Gast zum Empfang ein Glas Sekt bekam. Carmen Erb, Kassenwartin des SFV, hörte auf dem 60. Geburtstag eines Bekannten eine Formation, die sich Ursprungs-Bergbuam nennt und normalerweise auf Oktoberfesten in Lederhosen auftritt. Die gediegene Unterhaltung zum Abendessen haben die Jungs aus dem Spessart jedoch auch im Repertoire. Wer Glück hatte, gewann bei der Tombola elektronische Gerätschaften oder einen Gutschein für vier Tage Wellness im Stubaital.

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