Internationales Straßentheaterfest am 6. Juli Geschichtenerzähler in der Innenstadt

Das Computermuseum Digital Retro Park in der Frankfurter Straße wird zum Festivalzentrum und lädt zum Workshop ein. Foto: Stadt

Offenbach (red) – Ein Wassercafé, Walking Acts und Zeitreisende, Drehorgelspieler und vieles andere mehr gibt es am Samstag, 6. Juli, in der Offenbacher Innenstadt zu bestaunen. Auf Einladung des Amts für Kultur und Sportmanagement sorgen insgesamt zehn Ensembles, die unterschiedlicher kaum sein könnten, beim Internationalen Straßentheaterfest für poetische, verrückte, bezaubernde und lustige Momente. „Geschichtenerzähler sind sie allesamt“, sagt Britt Baumann vom Amt für Kulturmanagement, „jedoch kommen alle, wie beim Straßentheater häufig üblich, ohne Sprache aus“. Neben lokalen Größen wie dem Theaterclub Elmar und dem Theateratelier Bleichstraße spielen auch das Duo Fabuloka, Stenzel & Kivits, das Ensemble Kroft, das Studio Naxos, die Musiker von PasParTouT oder This Maag um die Gunst des Publikums. Dass sie diese leicht gewinnen, davon ist auch Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke überzeugt: „Das Festival verspricht einen wunderbaren Tag in der Innenstadt und passt damit genau in unsere strategischen Überlegungen, diese mit bewährten Festen wie Offenbacher Woche und Weihnachtsmarkt, aber auch qualitativ hochwertigen Veranstaltungen neu und anders in Szene zu setzen.“

Den Auftakt machte bereits im vergangenen Jahr „Musik auf Rädern“, ein Projekt der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, das sonst auf dem Wilhelmsplatz gastiert hatte und 2019 „Don Giovanni“ auf dem Stadthof inszenierte. Erstmals fand in diesem Jahr der „Tag der Musik“ in der Fußgängerzone statt. Initiiert vom Musikhaus André, sorgten musikalische Lokalmatadoren und Bands am 15. Juni für ausgelassene Stimmung in der Fußgängerzone. Für Schwenke ein wichtiges Signal: „Wir wissen, dass es viele tausend kleine Bausteine braucht, um die Innenstadt voranzubringen. Da sind Veranstaltungen, zumal gemeinsam und ämterübergreifend, ein wichtiges Element zur Aufwertung der Innenstadt.“

Deshalb ist auch der Digital Retro Park Teil des Theaterfests. Das Computermuseum in der Frankfurter Straße ist Festivalzentrum und lädt zum Mitmachen im Rahmen eines Workshops und Entdecken der eigenen Räume ein. Dazu gibt es eine „Electronic Mobile Jam Sessions“ von AA Battery.

Außerdem haben Baumann und ihr Team zahlreiche weitere Akteure eingeladen, so können Kinder beim Jugendkunstmobil auf dem Aliceplatz nach Herzenslust Kneten, Malen und Basteln oder sich in der Jonglage versuchen. Der Tag will gut geplant sein, denn immerhin gilt es, einige von insgesamt 29 Auftritte zu sehen:

Das Duo Fabuloka zeigt mit „Contra“ eine sehr poetische und akrobatische Show mit einem außergewöhnlichen Bühnenbild. Sehr musikalisch wird es auf dem mit dem Duo Stenzel & Kivits. Die beiden Künstler sorgen mit „The Impossible Concert“ für eine Musik-Comedy-Show, die Tränen lachen schon ab dem ersten Moment garantiert. Dass Straßentheater auch ruhig und verträumt sein kann, beweist das Ensemble Kroft an der Evangelischen Stadtkirche mit ihrem zauberhaften Wassercafé „Schönes Wasser“. Tierisch verrückt geht es auf der Frankfurter Straße mit der Nagercombo von PasParTouT zu. Sie spielen rattig-scharfe Musik, können ihre lausige Kinderstube nicht verleugnen. Humorvoll geht es auch bei dem Gast aus der Schweiz zu. Straßencomedy vom Feinsten präsentiert This Maag in seinem Programm aus alpenländischem Wahnsinn mit EU-zertifiziertem eidgenössischen Humor. Gemeinsam mit dem Studio Naxos sind Szenen aus einer Rap-Oper nach dem Langgedicht „Brandneue Klassiker“ von Kate Tempest zu hören und das Theateratelier Bleichstraße 14H aus Offenbach katapultiert die Zuschauer mit seinem Walking Act in der Frankfurter Straße das Publikum in die Steinzeit zurück. Der Theaterclub Elmar zeigt im KOMM Center eine Performance Kindern für Kinder, bei der die kleinen Schauspieler ihre Talente im Improvisations-Theater unter Beweis stellen. Kein Straßentheaterfest ohne das Straßeninstrument par excellence: Drehorgelspieler Markus Schüller steht seiner „Berliner Drehorgel“ in der Frankfurter Straße und spielt klassische Gassenhauer und Moritaten.

Bei schlechtem Wetter wird kurzfristig improvisiert. Allerdings sollte das kaum nötig sein, immerhin ist für Donnerstag ein sonnig warmer Siebenschläfertag vorhergesagt und der bestimmt laut Volksmund das Wetter für die nächsten sieben Wochen.

Details zum Programm finden sich auf www.offenbach.de/kultur

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