Gestürzte Fifa-Größen und fröhliche Keime

OKV verleiht Kolpingelfer Stefan Haag das Goldene Verdienstkreuz

Karl-Heinz Eitel als „Schambes schlau“ unterhielt das Publikum mit Geschichten aus dem Leben eines Taxifahrers und wurde dafür mit reichlich Applaus bedacht.    Foto: peba

Offenbach (peba) – „All aus nah und fern, die Damen und die Herren, ich heiß Euch heut herzlich willkommen und freu mich, dass Ihr Euch Zeit genommen!“ – so begrüßte Jutta Schaad die Gäste zur ersten Sitzung der Kolpingelfer im komplett gefüllten Festsaal im Kolpinghaus. „Das Weihnachtsessen war kaum verdaut, da haben wir die Narrhalla aufgebaut. Mit guter Laune und positivem Denken lässt sich ganz viel Freude schenken“, machte die Aktive des Kolping Lust auf die kommenden Stunden und wurde sogleich aus rund 190 Kehlen mit dem für Offenbach typischen Hallau bedacht, mit dem auch die Repräsentanten des einziehenden Elferrats lautstark begrüßt wurden.

Der Wunsch des Sitzungspräsidenten Roland Wernig „Vor allem, spendet viel Applaus, wackeln soll das ganze Haus“ blieb nicht lange ungehört, denn schon Jürgen Kofink als Chef des Protokolls hatte rasch die Lacher auf seiner Seite. Ob das selbst bestimmte TV-Ende Stefan Raabs, das gekaufte Fußballsommermärchen des Jahres 2006, der Sturz der Fifa-Größen Blatter und Platini, das fröhliche Leben der Keime in Pflegeheimen („Nur das eine würde nutzen, wenn die dort immer sauber würden putzen“) – es gab kaum ein die Schlagzeilen füllendes Thema des vergangenen Jahres, das Kofink nicht humoristisch in Erinnerung brachte.

Sechs Tänzerinnen der Jugendgarde Elementrix des TSC Bimmbär Dreieich sorgten für den ersten optischen Höhepunkt. Karl-Heinz Eitel in der Rolle des „Schambes schlau“ erzählte Erhellendes aus dem Alltag eines Taxifahrers. Das Offenbacher Prinzenpaar Prinzessin Simone Andrea I. und Prinz Michael I. verlieh der Sitzung mit seinem Besuch zusätzlichen Glanz, zumal es Hofmarschall Robert Pies, Ministerpräsident Simon Isser und Landesverweser Manfred Roth im Gefolge hatte. Roth zeichnete Stefan Haag, der seit 1980 in der Kolping-Fastnacht aktiv ist, mit dem goldenen Verdienstkreuz des Offenbacher Karnevals Vereins (OKV) aus.

Im weiteren Programm zeigte der Dietesheimer Thomas Bihn in der Gestalt eines Bauern, dass sich Besucher vom Land auch in der Großstadt gut zurechtfinden. Felicitas Haag als Wirtin vom Blauen Bock hatte ihre Kellnerin (Gertrud Kiefer) mitgebracht. Beide begeisterten das Publikum ebenso wie Wolfgang Braun, der seine Erfahrungen mit dem Abnehmen zum Besten gab. Eberhard Wernig drückte erfolgreich als Heulsuse auf die Tränendrüse des Publikums und die Randstaajodler sorgten für einen weiteren Höhepunkt.

Danach ehe die Gäste an der Sektbar und auf der Tanzfläche bis tief in die Nacht weiter feierten. Holger Klein, Tobias Munzert und Jürgen Weis spielten nicht nur den allzeit passenden Tusch, sondern stimmten zwischendurch immer wieder Schunkelrunden an. Theresa Haag und Laura Nagel glänzten als Zeremonienmeisterinnen, Stefan Haag als Mundschenk und Büttenschieber.

Die zweite Sitzung der Kolpingelfer beginnt am Samstag, 30. Januar, um 19.11 Uhr im Kolpinghaus, Luisenstraße 53 statt. Karten sind im Vorverkauf bei Stefan Haag sowie an der Abendkasse erhältlich. Kontakt: 069 853892.

 

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