Autorin mit Bergen-Enkheimer Wurzeln stellt Gedichtband vor Kraft und Zuversicht aus der Lyrik schöpfen

Karin Karg-Lorenz’ Gedichtband „Herz im Wechselklang“ gibt den Lesern Zuversicht. Foto: p

Bergen-Enkheim (sh) – Es gibt Menschen, die auch in tiefer Trauer ihren Lebensmut nicht verlieren, weil sie etwas finden, das ihnen in schweren Stunden Kraft und Trost gibt. Bei Karin Karg-Lorenz war es das Schreiben. Nachdem im Jahr 1994 ihr Mann gestorben war, seien die Gedichte nur so aus ihr herausgeflossen, berichtet sie. Mittlerweile gibt es ihren zweiten Gedichtband „Herz im Wechselklang“, der den Leser auf eine poetische Reise durch die Jahreszeiten mitnimmt – mal leichtfüßig, mal melancholisch, aber immer tröstend und zuversichtlich.

„Die Lyrik ist zu mir gekommen“, beschreibt die Autorin, wie ihre Gedichte entstanden sind und wie aus dem traurigen Anlass eine Leidenschaft zum Dichten gewachsen ist. Ihr erstes Buch „Das Suchen, das Tasten, das Sehnen nach Dir“ sei innerhalb eines Vierteljahres fertig gewesen. Die Malerin Ruth Roth steuerte dazu die passenden Bilder bei. Das Werk verkaufte sich sehr gut. „Viele Blumenhandlungen an Friedhöfen hatten Exemplare bestellt und an ihre Kunden verkauft. Das Buch enthält sehr traurige Gedichte, aber ich habe bald festgestellt, dass viele andere Menschen, die einen Schicksalsschlag erlitten hatten, Kraft daraus schöpfen konnten. Das hat mich sehr glücklich gemacht“, sagt die Autorin.

Für „Herz im Wechselklang“, das sie auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2015 vorstellte, griff Karin Karg-Lorenz selbst zum Pinsel und übertrug die Stimmung ihrer Verse auf harmonisch komponierte Aquarelle. Noch während sie an ihrem zweiten Band arbeitete, geschah etwas, womit sie selbst nicht gerechnet hatte: nach 16 Jahren Witwendasein lernte sie ihren jetzigen Ehemann kennen. „Dabei habe ich gar nicht nach einem neuen Partner gesucht“, berichtet sie. Jetzt ist ihr drittes Buch in Arbeit, das sie vor eine spannende Aufgabe stellt: „Mein zweiter Mann malt fantastisch und ich habe ihm gesagt, dass ich zu seinen Bildern die Gedichte schreiben werde.“

Karin Karg-Lorenz, geb. Senzel, ist in Bergen-Enkheim groß geworden. 21 Jahre lebte sie in ihrem Elternhaus in der Stettiner Straße. In Bergen-Enkheim entdeckte sie auch ihre musikalische Ader: Sie nahm Flöten- und Akkordeonunterricht, war Mitglied einer kleinen Ballettgruppe und sang in einem Chor in Bergen. Gerne erinnert sie sich noch an ihre Schulzeit in der Schule am Hang. Auch getanzt hat sie gerne, eine Leidenschaft, die sie auch mit ihrem ersten Mann teilte. „Wir waren ein erfolgreiches Eistanzpaar, aber wir strebten keine Eistanz-Karriere an, sondern tanzten aus purer Lebensfreude“, blickt sie zurück.

Auch wenn Karin Karg-Lorenz nicht mehr in Bergen-Enkheim wohnt, besucht sie den Stadtteil regelmäßig. Ein beliebtes Ziel ist dabei die „Schöne Aussicht“ und der Wald zwischen Enkheim, Bergen und Bad Vilbel. Dort genießt sie die Natur und holt sich Inspirationen für neue Gedichte und Bilder. „Der Berger Hang ist traumhaft“, schwärmt sie. Gerne möchte Karin Karg-Lorenz auch eine Lesung in Bergen-Enkheim halten: „Eine Lesung in Verbindung mit einem Klavier- und Geigenkonzert, das wäre schön.“

Karin Karg-Lorenz‘ Buch „Herz im Wechselklang“ im Hardcover-Einband kann im Buchhandel oder direkt beim August von Goethe Literaturverlag für 16,95 Euro bestellt werden (ISBN 978-3-8372-1737-7) und ist hervorragend als liebevolles Geschenk geeignet.

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