Der Ortsbeirat sucht nach einer guten Lösung Schule am Hang plädiert für Auslagerung

Die Schule am Hang muss saniert werden. Der Ortsbeirat diskutiert, wie die Schüler während der Bauzeit unterrichtet werden sollen. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Thema der jüngsten Sitzung des Bergen-Enkheimer Ortsbeirats waren die Baumaßnahmen, die für die Schule am Hang geplant sind. Die Schulleitung beschäftigt die Frage, was mit den Schülern während der Bauphase passiert.

Die mehr als 50 Jahre alten Schulgebäude müssen dringend saniert und erweitert werden, auch eine zweite Turnhalle sowie der Abriss und Neubau des Verwaltungsgebäudes sind geplant. Die Pavillons sollen sowohl aufgestockt als auch miteinander verbunden werden. Das Stadtschulamt Frankfurt bevorzugt, dass die umfangreichen Baumaßnahmen während des laufenden Schulbetriebs und der Schulferien stattfinden sollen. Die Schulleitung und der Schulelternbeirat befürchten allerdings, dass die dort lernenden rund 420 Kinder durch den Baulärm und Schmutz erheblich in ihrem Wohlbefinden und ihrer Konzentration beeinträchtigt würden.

Schulleiterin Elke Jäger-Tocü spricht sich für Auslagerung der Schule am Hang aus

Die Schulleiterin Elke Jäger-Tocü hatte einen Brief formuliert, in dem sie sich für eine Auslagerung der Schule während der drei- bis vierjährigen Bauzeit aussprach. „Die Erfahrungen mit sehr störendem Baulärm machten unsere Klassen schon beim Turnhallenbau vor rund zehn Jahren und aktuell wieder durch einen Hausbau am Heinrich-Bingemer-Weg“, gab Jäger-Tocü darin zu bedenken. Besonders in den Sommermonaten, in denen Fenster und Türen geöffnet sind, seien Unterrichtsgespräche und konzentriertes Arbeiten nicht möglich, erläuterte die Schulleiterin.

Auf der Suche nach möglichen Auslagerungsflächen

Als mögliche Auslagerungsflächen schlug Jäger-Tocü in ihrem Brief die Verlängerung der Barbarossastraße, in der Nähe des FES-Platzes, vor. „Dort müsste geprüft werden, ob es möglich ist, ein ,Containerdorf’ aufzustellen, weil diese Fläche sehr wahrscheinlich ein Naturschutzgebiet ist“, heißt es von Jäger-Tocü. Vor anderthalb Jahren seien als Auslagerungsort die Grünflächen zwischen An den Gerlachswiesen, An den Pappeln und Leuchte im Gespräch gewesen.

Antrag der WBE wird in der Ortsbeiratssitzung noch nicht beschlossen

Die Schule bat den Ortsbeirat um Unterstützung, doch der Eil-Antrag der WBE-Fraktion, in dem um Auslagerung der Schule am Hang während der Bauzeit gebeten wurde, wurde bei dieser Sitzung noch nicht beschlossen. Wie sich herauskristallisierte, besteht noch Diskussionsbedarf um den Auslagerungsort. Zudem müsse das Stadtschulamt erst einmal davon überzeugt werden, dass eine Auslagerung notwendig sei, gab Frank Zierke, Vorsitzender des Schulelternbeirats, zu bedenken.

Schulleiterin Elke Jäger-Tocü hatte in der allgemeinen Bürgerfragestunde der Ortsbeiratssitzung noch einmal bekräftigt, dass die Auslagerung ihrer Meinung nach unabdingbar sei. Einerseits gehe es um Lärm und Verschmutzung, andererseits sei auch die Sicherheit der Kinder durch die Baufahrzeuge, welche die Sicht behindernden, massiv beeinträchtigt.

Zierke erläuterte nach der Sitzung, dass vor der kommenden Ortsbeiratssitzung, die voraussichtlich am 30. Oktober stattfindet, alle Beteiligten am Runden Tisch zusammenkommen, um im Sinne der lernenden Kinder eine möglichst gute Lösung zu erzielen.

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