Narren erhielten sogar Hilfe aus Köln Rathaussturm in Rodgau

Die Kanonen wurden in Stellung gebracht und dann gab’s für die Verteidiger des Rathauses keine Chance mehr. Aufgrund dieser militärischen Übermacht übernahmen die Narren schnell die Macht. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Bereits eine Stunde zuvor tönten die Stimmungshits der „Giesemer Trottwa-Lersche“ (GTL) aus den Boxen. Im Schatten der Kirche heizten die GTL im 20. Jahr ihrer Existenz dem Publikum ein. Die Stimmungshits „Hey, Giesem“ machten die Runde.

Dann rückte der Höhepunkt des Nachmittags immer näher. Der Zug des Prinzenpaares mit den „Gugisheimern“ und dem ganzen Hofstaat rollte in Richtung der Jügesheimer Mitte. Die Tollitäten, Lars I. und Angie I., stiegen aus dem Wagen, ebenso das Jugendprinzenpaar, Joris I. und Lena I. Gleich rauf auf die Bühne übernahm JSK-Sitzungspräsident Peter Otto das Mikro. „In Rodgau gibt es neue Baugebiete, eine Stromtankstelle, ein denkmalgeschütztes Wahrzeichen mit Namen Wasserturm“, alles schön und gut, wäre da nur nicht das Strukturproblem. Der Parkplatz am alten Feuerwehrhausgelände wird gebraucht, er steht neuen Gebäuden im Weg. Mit närrischem Schnabernak überspitzte Peter Otto die Situation: Bald kommt das Fernsehen und dreht eine Serie über Giesems Zentrum.

Nach der Erstürmung wurde geschunkelt

Die Prinzessin verlor kein gutes Wort über die Holperpiste namens Konrad-Kappler-Straße. Das griff Bürgermeister Jürgen Hoffmann in der Rede zur Verteidigung der Verwaltungszentrale auf: Erst wird der Dudenhöfer Bahnhofsvorplatz auf Vordermann gebracht, dann kommt die Konrad-Kappler-Straße dran. Nach der Erstürmung hieß es Schunkeln, bis der Arzt kam. Die GTL gaben nochmals Gas und ohne Gesangseinlage kamen die beiden Prinzenpaare nicht von der Bühne.

"Giesem Helau!" und "Kölle Alaaf!"

Zum Giesem Helau mischte sich auch ein Kölle Alaaf. Heimlich schlich sich eine weibliche Frohnatur aus der Fastnachtshochburg am Rhein auf die Bühne und mischte sich unter die „Trottwa-Lersche“. Eine Wette hatte sie dazu veranlasst, ins Rampenlicht zu treten. Für GTL-Frontmann Frank Rebel ein willkommener Anlass, der Närrin aus Köln das Mikrofon anzuvertrauen. Schon gab sie kölsches Liedgut zum Besten, und die Rodgauer sangen kräftig mit: Schließlich sind Giesemer Fastnachtsherzen auch wasserturmgroß.

Mehr Eindrücke vom Rathaussturm gibt es in der StadtPost-Fotogalerie.

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