Begeisterndes Konzert der Chöre des Sängerkranzes-Polyhymnia Schatzkiste voll Gold und Silber für den Dirigenten

Auf große Fahrt ging es für die Sängervereinigung Sängerkranz-Polyhymnia. Die Chöre vereinten ihre Freude am gemeinsamen Vereinsleben im Mottoabend Seefahrt. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Bei ihrem Seefahrtskonzert hisste die Sängervereinigung Sängerkranz-Polyhymnia die Segel und ging mit dem Publikum auf Weltreise. 10 000 Meilen ging es musikalisch über die sieben Weltmeere, dabei lichteten die Chöre Anker vor Amsterdam, vor Dublin und auch in den Gefilden Australiens.

Wie man sich so das Seemannsleben vorstellt

Zu Beginn betrat der Kapitän, Dirigent Gottfried Kärner, das Deck. Sogleich begannen die Lieder des Seemannes Traum von Freiheit (und Einsamkeit) auf hoher See.

Gewürzt mit humoristischen Einlagen, wie The drunken Sailor in Person von Ekkehard Wolf, machten die Poly-Chöre klar Schiff und sangen von Sehnsucht, Arbeit und selbstredend von jeder Menge Rum.

Im Vordergrund der Literatur standen die Shanties, jene Arbeitslieder, die an Deck den Schiffsbesatzungen den Knochenjob erleichtern sollten. Für jedes vorgetragene Liedgut hatte Steuermann und Moderator Jürgen K. Groh (er begrüßte das Auditorium mit einem seemännischen „Ahoi“) geschichtliche Hintergründe an Land gezogen.

Auf und vor der Bühne tummelten sich Matrosen, Markt- und Fischweiber. Weit entfernt von den sauberen Uniformen einer Traumschiff-Besatzung hüllten sich die Sängerinnen und Sänger in die Kluft der arbeitenden Bevölkerung vor Jahrhunderten.

Damit keine Flaute aufkam, nahmen die Aktiven mehrfach Aufstellung zwischen den Sitzreihen, um dem Publikum näher zu sein.

An Tasteninstrumenten begleitete mehrfach Steffen Fleckenstein die Sänger.

In einem Zwischenspiel in bester Manier des bekannten Ohnsorg-Theaters hatte Seemannsgarn Hochkonjunktur.

Mottoabend beweist Wandlungsfähigkeit des Chores

Selbst der Klabautermann hatte noch nie solch Lügengeschichten zu hören bekommen, bei reichlich Rum wurde in der Spelunke überspitzt, bis sich die Planken bogen.

Polyhymnia bewies mit dem Mottoabend einmal mehr Wandlungsfähigkeit und Einfallsreichtum. Nach der schweren Kost mit Rossinis „Petite Messe solennelle“ im November letzten Jahres stand nun ein geselliger Abend mit Chorgesang und Theater auf dem Programm.

Kurz vor dem Ende des Konzerts dankten die Sängerinnen und Sänger ihrem Chorleiter Gottfried Kärner für 25 Jahre der Zusammenarbeit. Gottfried Kärner studierte Schul- und Kirchenmusik und absolvierte ein Dirigierstudium, zunächst arbeitete er mit dem Frauenchor der Sängervereinigung Sängerkranz-Polyhymnia zusammen, dann folgten die Männer, im Jahr 2000 gründete der Verein den Popchor (heute Polyvocals), und 2011 gab es den städtischen Kulturpreis.

Um im Bild zu bleiben ernannten Maria Oppolzer und Rainer Jaxt ihren Chorleiter zum „Admiral“ und beschenkten ihn mit einer Schatzkiste „voll Gold und Silber“.

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