39. Weihnachtsmarkt lockte zahleiche Besucher in die Altstadt Blaues Kleid auf rotem Pflaster

Als es allmählich dunkler wurde und die kleinen Holzbuden in den Glanz unzähliger Lichter getaucht wurden, rundete der Posaunenchor der Martin-Luther-Gemeinde das weihnachtliche Ambiente in der Altstadt ab. Foto: Dreger

Dietzenbach (zls) –  Mit Tombola, vielfältigem Angebot und Gemütlichkeit geleitete der 39. Weihnachtsmarkt in der Altstadt die Bürger in die Adventszeit. Rund um den Stadtbrunnen wiesen Lichter den Weg.

Der Duft eines Weihnachtsmarktes war unverkennbar. Gebrannte Mandeln mischten sich mit der Würze von Glühwein und Lebkuchen. Wenn schon das Wetter nichts zur Weihnachtsstimmung beigetragen hat, so folgten die Besucher des 39. Weihnachtsmarktes ihrer Nase auf den Roten Platz. Etwa 50 Stände rund um den Stadtbrunnen warteten mit Geschenkideen, Besinnlichem und Wärmendem, ob Strickmütze oder Glühwein auf. Auch kulinarisch bot der Weihnachtsmarkt viel Abwechslung, sodass mancher Besucher sich kaum entscheiden konnte. Doch auch viele hatten ihre feste Route. „Wir starten immer bei der Parfümerie und arbeiten uns dann über die Pfadfinder hoch“, informierte Besucher Lutz Deibel. „Die Odenwälder Lebkuchen nehmen wir jedes Jahr mit, so spare ich mir das Plätzchenbacken“, fügte seine Frau Christa schmunzelnd hinzu.

Als es allmählich dunkler wurde und die kleinen Holzbuden in den Glanz unzähliger Lichter getaucht wurden, rundete der Posaunenchor der Martin-Luther-Gemeinde das weihnachtliche Ambiente ab. Mit traditionellen Liedern animierten sie manchen Zuhörer zum Mitsingen. Die Jüngeren, die auf den Schultern ihrer Eltern Platz genommen hatten, beschränkten sich jedoch eher auf’s eifrige Applaudieren zwischen den Musikstücken. Von ihrem Ausguck aus erspähten sie schon die rote Mütze und den langen weißen Bart des Nikolauses, der mit allerlei Überraschungen auf die kleinen Besucher wartete.
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Einen Wermutstropfen sahen Eltern dieses Jahr: „Es ist sehr schade, dass das Karussell nicht mehr da ist“, fand Besucherin Sabrina Sundt. Neben Nikolaus, Kerzen und Glücksrad brachte die große Blautanne neben dem Stadtbrunnen nicht nur Kinderaugen zum Strahlen – quasi ein blaues Kleid auf rotem Pflaster. Das diesjährige Exemplar stammt aus einem Steinberger Vorgarten und war einst ein kleiner Weihnachtsbaum. „Meine Großeltern hatten ihn vor 20 Jahren eingepflanzt und nun ist er zu groß“, erzählte Oliver Schuster. Dass die Tanne noch einmal einen solch glanzvollen Auftritt hat, freue die Eheleute Brandl. „Jetzt ist ein Stumpf im Garten, aber da kommt eine neue Tanne hin“, sagte Schuster weiter. Und in 20 Jahren...

Ähnlich lange betreibt der Feuerwehrverein der Partnerstadt Neuhaus seinen Stand an der Bahnhofsstraße – natürlich mit original Thüringer Rostbratwürsten. Etwa 1700 davon warteten darauf, hungrige Mägen zu füllen. Die Schlange vor dem Stand sprach für sich. Zu fortschreitender Stunde wurde es immer schwieriger, ohne Rempeln aneinander vorbeizukommen. Die milden Temperaturen, gute Stimmung und alte Bekannte hielten die Besucher noch lange an ihrem Lieblingsstand. Seit fünf Jahren betreibt ein Freundeskreis den Stand von Glen Bembel. „Wir treffen uns ja eh jedes Jahr hier, also hatten wir die Idee, auch selbst einfach etwas auszuschenken“, berichtete Torsten Leitermann. Wie der Name vermuten lässt, gab es in dieser Bude nicht den klassischen Glühwein, sondern heißen Ebbelwoi in vielen Variationen. Das Areal von Feuerwehr und Junger Union war Anlaufstelle für viele Besucher, darunter Christian Hoffmann und Tom Arnold. Beide sind für ihr Studium weggezogen. „Aber man kann sich darauf verlassen, dass man hier seine Leute trifft“, sagte Arnold. „Klein, gemütlich und man unterstützt lokale Vereine – ich freue mich jedes Jahr auf den Markt“, betonte Hoffmann.

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