Mann mit starkem Charakter Adolf-Reichwein-Schule verabschiedet Matthias Lippert

Bei der Feier zur Verabschiedung des langjährigen Leiters der Adolf-Reichwein-Schule, Matthias Lippert, bedankten sich die Lehrkräfte mit einem „Lippert-ABC“ bei ihrem in den Ruhestand gehenden Direktor. Foto: Fitzenberger

Heusenstamm (yfi) – Eine Ära ist zu Ende: Matthias Lippert, der Leiter der Heusenstammer Adolf-Reichwein-Schule (ARS) , ist mit dem Ende des Schuljahres in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Das Kollegium der Schule sowie die Ehrengäste bedankten sich am Freitag, dem letzten Schultag vor den Ferien für Lipperts jahrelanges Engagement mit einer stimmungsvollen und herzlichen Verabschiedungsfeier.

Bevor der Reigen der Ansprachen begann, widmete sich Lippert einem aktuellen Ereignis „Es ist schwer zu feiern, wenn man weiß, dass viele Menschen aus ihrem Leben gerissen wurden,“, sagte der scheidende Schuilleiter Die Geschehnisse in Frankreich beträfen ihn und die versammelten Gäste. Die Heusenstammer Schulen pflegten ein gutes Verhältnis zum Nachbarsland und fühtlen sich ebenso betroffen. Alle erhoben sich in Gedenken an die Opfer.

Vor dem Ruhestand kam noch die Arbeit. Ehe Lippert in Ruhestand geht, verabschiedete er zwei Kollegen, deren TVH-Verträge zu Ende gehen. Für beide angehenden Lehrer hatte er ausschließlich lobende Worte übrig und entließ sie so in ihre Referendariate. Als letzte Amtshandlung durfte der Direktor seiner Kollegin und Konrektorin Doris Huber zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum gratulieren. „Sie leistet besondere Arbeit als stellvertretende Schulleiterin, aber auch als Lehrerin. Sie ist mit Sicherheit die einzige Englischlehrerin, bei der so viel gesungen wird“, so Lippert.

Engagierter Direktor

Hubert konnte die lobenden Worte nur zurückgeben. Sie sehe Lippert als engagierten Direktor, der viel für die Schule erreicht habe. Sie berichtete über die vielen Änderungen, die er im Laufe seiner Zeit an der ARS eingeführt hat. Die Schule verdanke ihm den Erhalt der Berufsbegleitung, die Einführung der Sozialarbeit oder Kooperationen und Sponsoren. Besonders hervorgehoben werde - neben seinen Fahrkünste und Reiseleiterfähigkeiten auf Ausflügen, die jedem stark im Gedächtnis geblieben sind - der europäische Gedanke, den er lebe. Er pflege den Kontakt zu anderen Ländern, sowohl beruflich als auch privat.

Er ist Gründer des Deutsch-Polnischen Vereins in Rodgau und ermögliche so auch einen Schüleraustausch. „Er hilft so Vorurteile abzubauen und die Freundschaft zwischen zwei ehemals verfeindeten Ländern zu stärken“, bestätigte das Kollegium.

Positives Arbeitsklima gefördert

Lippert habe sich von Anfang an mit der ARS identifiziert. Das habe dafür gesorgt, dass er seine Arbeit stets ernst genommen und die Dinge angepackt habe. Er habe ein positives Arbeitsklima, für Lehrer und Schüler gefördert. „Kein Schüler sollte mit Angst lernen. Genauso sollten Lehrer ihre Arbeit nicht als Beruf, sondern als Berufung ansehen“, zitierte Schulamtsdirektorin,Gabriele Wärner Matthias Lippert.

Und das Kollegium lebe diese Einstellung. Die Lehrkräfte bedankten sich mit einem „Lippert-ABC“ bei ihrem Direktor. Zu viel verbänden sie mit ihm, um das in eine einzige Rede zu packen. „Wir leisten es uns einen Schulleiter ohne Ecken und Kanten zu haben, er hat einen starken Charakter“, fasste Adam, Vorsitzende des Personalrates, Lippert zusammen. „Er motiviert junge Kollegin zu dieser Arbeit und dabei zu bleiben“, bekräftigte ein anderer Kollege.

Seine Bemühungen tragen Früchte

Nicht nur das Kollegium bedankte sich für die „wunderbare Zusammenarbeit“, auch die Schulleiter des Adolf-Reichwein-Gymnasiums, Siegfried Ritter, und der Adalbert-Stifter-Schule, Christiane Knickel, verabschiedeten Lippert stellvertretend für die Schulen Heusenstamms und Rembrückens. „Es verbindet uns eine lange Freundschaft und Kooperation, die wir Lipperts Menschlichkeit zu verdanken haben“, so Ritter. „Es war schön, dass man Probleme und Anliegen jederzeit auf dem kurzen Amtsweg – über die Straße – klären konnte.“

Für Lippert war es schön zu hören, dass seine Bemühungen Früchte tragen. „Mir ist es wichtig, zu sehen, dass es uns gelingt Familie und Beruf in Einklang zu bringen“, richtete er sich an die jungen Eltern untern dem Kollegium. „Denn ohne Kinder können wir die Schulen schließen. Dabei bereichern sie unsere Gesellschaft und sind unsere Zukunft.“ Er appellierte an die Gäste offen, dass daher in Bildung investiert werden muss.

Zum Abschluss der offiziellen Feier überreichte Lippert an seine Nachfolgerin Margit Breen eine Glocke, die ihm einst von seinem Vorgänger überlassen worden war. Es sei ein symbolisches Zeichen der Amtsübergabe an Margit Breen.

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