Unterhaltsamer Trainingsabend Dragoslav Stepanovic besucht SSG Langen

Erst gab es einige Anekdoten, dann klare Anweisungen von „Stepi“ an die Fußballer der SSG Langen. Foto: Postl

Langen (lfp) – Dragoslav Stepanovic – unter Fußballern nur „Stepi“ genannt, kam in der vergangenen Woche zu einer Trainingseinheit bei der Fußballmannschaft der SSG Langen vorbei. „Kommt alle zum Training mit Stepi“, hatte Mannschaftskapitän Markus Stanik noch am Nachmittag an seine Mannschaftskameraden gepostet – und von manchem die Antwort erhalten: „Wer, ist Stepi?“ Doch als die jungen Kicker den Kult-Trainer sahen, wussten sie, wer es war.

 „Der Name hat mir nichts gesagt, aber den Typen kennt doch jeder“, meinte ein junger Fußballer, der erst vor wenigen Jahren nach Deutschland kam. „Wir freuen uns sehr, dass eine solche Ikone des Fußballs zu uns nach Langen kommt“, meinte Arthur Pietrek, Vorsitzender der Fußballabteilung der SSG Langen, über den hohen Besuch. „Das wird sicherlich sportlich reizvoll, aber ich erwarte vor allem einen hohen Unterhaltungswert, grandiose Sprüche und viele spannende Anekdoten für die Spieler und alle Zuschauer“, so der Fußball-Abteilungsleiter.

Das berühmte „Lebbe geht weider“ haftet Dragoslav Stepanovic immer noch an – und er beherrscht immer noch seine markanten Sprüche. „Auch deswegen haben wir uns, um eine Trainingseinheit beworben, denn Fußball soll ja auch Spaß machen, und wer kann dies besser umsetzen als Stepi“, erklärt SSG-Trainer Patrick Arnold.

„Net gucke, sondern schieße"

Der ehemalige Trainer von Bayer 04 Leverkusen, Athletic Bilbao und eben Eintracht Frankfurt wurde insbesondere durch seine „Lebensweisheiten“ bekannt, aber auch Fußball-Tricks beherrscht er heute noch. Dann schildert er gleich eine „Trainingseinheit“ mit Detmar Cramer, als er selbst noch Spieler war. „Der Cramer hat uns am Montag angeguckt und dann gesagt: ,Die Besoffenen hier hin, die anderen dort’, dann ging es los“, erklärt Stepi.

„Also woll’mer weiter babbele oder wollt ihr auch was trainieren?“ Natürlich wollten alle trainieren. „Also, dann erst mal Warmlaufe“, schickte Dragoslav Stepanovic die Fußballer auf mehrere Runden um den Platz. „Und jetzt die Hintere nach vorne überhole“, gab es das Kommando, dann hieß es „rückwärts laufe“ oder auch mal seitlich hüpfend sich fortbewegen. „Und jetzt hier versammele und dehne – nicht ich, ihr müsst euch dehne“, so der Kult-Trainer. Dann ließ er zwei Tore als Abschluss eines 20-Meter-Feldes aufstellen und darin sein beliebtes Direktspiel mit Torschuss trainieren.

„Net gucke, sondern schieße“, rügte Stepi einen Spieler, andere motivierte er zu mehr Bereitschaft, den Ball anzunehmen oder sich in Position zu bringen. „Der Gegner bleibt bestimmt nicht so stehe wie du, der guckt und ,Bumm’, der Ball ist im Netz“, forderte Stepanovic zu mehr Engagement auf dem Platz. Mit Kopfballspiel und weiteren Sondereinheiten brachte Stepi die SSG-Fußballer ganz schön außer Puste. „Ihr sollt noch lange an mich denke, das geht am Beste, wenn ihr platt seid.“

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