Pflegedienst, Fotostudio, innovative Innenarchitektur und Druckzentrum erhielten Preise

Ausgezeichnete Migranten-Unternehmen

Da freut sich jemand riesig: Sedegheh Shams-Baghery. Links Julia Sidorenkova, rechts Constanze Brucker und Anja Kallabis-von Salzen. Foto: Faure

Ostend (jf) – Im Rahmen des Projekts „Migrantenunternehmen und Vielfalt“ (MUV) wurden in den Räumen der Wirtschaftsförderung kürzlich die besten Unternehmen ausgezeichnet.

Die Preise wurden erstmals vergeben. Eine Jury, der Regina Wiegand, Christa Larsen, Joachim Wolff, Nadine Förster, Uwe Paulsen und Arif Arslaner angehörten, kürte die Sieger.

Das 2005 gegründete Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) Hessen und der seit 1993 bestehende Verein für Kultur und Bildung in Frankfurt (Kubi) setzten das Projekt um. Migrantenunternehmen konnten sich 2015 dafür bewerben, 13 Unternehmen wurden angenommen. Sie bildeten Tandems mit erfahrenen Mentoren, um Personalentwicklung und Organisationsstruktur, Vernetzung und Marktposition zu untersuchen und zu verbessern. „Die vergangenen 18 Monaten waren spannend“, sagte Jurymitglied Hans Joachim Wolff, Abteilungsleiter Kompetenzzentrum Gewerbeberatung bei der Wirtschaftsförderung.

Der Stadtrat und Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsförderung Markus Frank unterstrich: „Das Projekt ‚Migrantenunternehmen und Vielfalt’ ist wichtig. Es ist gut, dass sich Unternehmer mit Migrationshintergrund auf den Weg machen – unsere Stadt wäre sonst ärmer. Wir als Wirtschaftsförderung könnten das künftig noch mehr unterstützen.“

Dabei sei der Weg nicht einfach, es gelte, Täler zu überwinden und Kämpfe durchzustehen.

Den Leiter von Kubi und Jurymitglied Arif Arslaner bestärkte Frank: „Bleiben sie weiter erfolgreich, wir brauchen sie!“ „Die Anerkennung gibt uns Motivation und Kraft. Der Raum spiegelt heute Abend eine große Vielfalt wider. Man sieht: Kubikann viele Nationalitäten zusammenbringen. Es ist unser Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen. Die gemeinsame Grundlage sind unsere Werte“, antwortete Arslaner.

Erster Platz für Krankenpflege

Constanze Brucker, Gesamtleitung IQ, betonte: „Zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen Migranten in Deutschland – das ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.“

MUV sei eines von 25 IQ-Projekten in Hessen. „Wir sind vor zwei Jahren gestartet. Und das Projekt wird fortgesetzt“, sagte Brucker.

Anschließend stellte Projektleiterin Anja Kallabis-von Salzen die Mentees und Mentoren vor und bemerkte vorab: „Teilweise bestehen die Unternehmen schon lange. Alle wurden selbst aufgebaut und nicht geerbt. Im Projekt kooperieren wir mit vielen Partnern.“

Vier Unternehmen von 13 wurden an diesem Abend ausgezeichnet: Auf den dritten Platz kamen gleich zwei Firmen – das „Copycom Printcenter“ von Amir Nassiri in Hanau und „Material ID“ von Andrea Da Silva in Offenbach. Über den zweiten Platz freute sich Julia Sidorenkova von „Direktpositiv“ in Frankfurt-Sachsenhausen, die strahlenden Sieger waren Sedegheh Shams-Baghery und Reza Baghery von der „Ambulanten Krankenpflege Lavendel“ in Frankfurt-Bornheim.

Der Pflegedienst wurde von der Mentorin Liana Kazaryans, Pädagogin und Personalberaterin, unterstützt.

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