Begeisternde Sitzung mit Tänzen, Büttenreden und Gesang „Knallkepp“ feiern in die Nacht

Trockener Humor aus dem Bauch heraus, Marcel Rupp und Michael Weimer. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Zwei Drittel des Wochenendes waren fest in Dudenhöfer Narrenhand. Der Rodgauer Carneval Club (RCC) „Die Knallkepp“ lud zum Feiern, zum Schunkeln und zum Lachen ein. Am Samstag startete die große bunte Kostümsitzung, am Sonntag ging es für die Jugend rund.

„Heute Nacht, da feiern wir“, so gab der Elferrat gleich zu Beginn der Kostümsitzung in humorvoller Weise das Motto für das närrische Treiben vor. Sitzungspräsidentin Miriam Seib begrüßte im glitzernden Outfit.

Für Freunde sportlicher und gekonnt choreografierter Tanzauftritte ist der RCC mit seinen Formationen CC-Dancers, Twisters und der Garde immer wieder ein lohnenswerter Anlaufpunkt. Die Prinzengarde der Harmonie Froschhausen präsentierte die eingeübten Tanzschritte. Recht früh am Abend holte sich die Minigarde den verdienten Applaus für den Auftritt. Ganz goldig, die Lollipops mit einem coolen Astronauten-Rap. Die Jugend zauberte sogar, Sven Siegler und Phil Schulz holten die Kaninchen aus dem Hut.

Ab in die Bütt und der Politik den Spiegel vorgehalten, so geht Fassenacht in seiner reinsten Urform. Bei den „Knallkepp“ hieß das, Frühstückstisch uff die Bühn‘ und die Gießkann‘ raus: „Da reesch isch misch uff, die Gieskann‘ raus un Wasser druff“. Mit den geflügelten Worten traten die Protokoller Rita und Manfred Gonschorek vors Auditorium. „Unfassbar, was in der Welt so passiert, ständig Kriege, Hass und Terror, des is net schee“. Mit klarem Blick auf die Dinge, ging es Bundes- und Lokalgeschehen an den Kragen. Bundestagsdebatten vor leerer Regierungsbank, sind „respektlos und arrogant“. Was braucht es einen Weltraumbahnhof in Deutschland, besser den öffentlichen Personennahverkehr auf Vordermann bringen, Tabubruch in Thüringen. In Rodgau Baugebiete all überall. Nur ein Kinderarzt in der Stadt, den Augenarzt nicht zugelassen und die Notdienstzentrale zugemacht, die „Kassenärztliche Vereinigung hat schon so manches versaut“. Ein Lob ging an Polizei und Feuerwehrleute, „wenn‘s brennt und bei Naturkatastrophe, sind die im Einsatz, wenn mir all schloofe“.

Ein fantastisches Bild in stimmungsvoller Illumination lebte das Männerballett mit LED-Bändern im dunklen Saal, ein Augenschmaus.

Das Publikum von den Stühlen rissen die Rodgau-Finken. Mit den Ballermann-Stimmungshits, zündeten sie eine Rakete nach der anderen.

Wenn der Nachwuchs auf der Bühne steht, sind die Mütter nicht weit: „Mama mia“, was die Mamas so alles leisten müssen, tanzten sie in Duetten.

Das Rodgau-Prinzenpaar gab sich die Ehre. Und ein anderes Duo wurde ebenfalls gefeiert, Marcel Rupp und Michael Weimer als Bauchredner. Die Guggemusik machte mächtig Stimmung im Haus, dann klang ein Abend voller Fröhlichkeit aus.

Einen Tag nach der großen Kostümsitzung hieß es, dem Nachwuchs eine Bühne. Die „Knallkepp“ starteten die erste Kindersitzung mit Programm. Tanzgruppen, Einradfahrer vom TSV, das Jugend-Prinzenpaar sowie Sketche und Gäste von TG Nieder-Roden ließen bei der „Happy-Konfetti-Party“ jede Menge Raum für Spaß.

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