Gerwine Ogbuagu veröffentlicht neuen Roman Tauchgang in fremde Epoche

Gerwine Ogbuagu hat erneut einen Roman veröffentlicht. „Ausgesperrt“ heißt das neueste Werk, in dem eine junge Frau aus ihrem gewohnten Leben herausgerissen und in eine andere Epoche katapultiert wird. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Wenn Gerwine Ogbuagu ihren dritten Roman „Ausgesperrt“ signiert, schwingt schon etwas Stolz in ihrer Stimme mit. „Es ist mein flüssigster Roman“, sagt sie. Ganz aktuell aus der Jetztzeit, und doch mit einer spektakulären Reise in die Vergangenheit. So belebt die Autorin aus Jügesheim ihre junge Protagonistin.

„Ich musste ihn einfach schreiben“, erinnert sich die Autorin an den Beginn der Arbeit am Buch. „Es war, als ob es mir diktiert wurde. Ich habe oft an meinen ersten Roman „Aminas Welt“ gedacht und an eine Fortsetzung, und da kam mir einfach diese Idee aus heiterem Himmel“.

Im Buch recherchiert die Kunststudentin Mara Reiser aus Frankfurt im Amsterdamer Museum über das Leben des bekannten Malers Rembrandt. Da geschieht das Unfassbare: Das Gemälde beginnt sich vor ihren Augen zu bewegen. Es öffnet sich, und die junge Frau wird durch das Bild hinein ins Jahr 1633 gezogen. In dieser für sie vollkommen unbekannten Welt tobt der Dreißigjährige Krieg und doch gleichzeitig das goldene Zeitalter der Niederlande. Sie landet in der Küche der Familie Rembrandt und trifft dort Amina, die Gerwine Ogbuagu bereits in ihrem ersten historischen Roman „Aminas Welt“ erschuf.

So entstand auch der Gedanke zum Titel: „Ausgesperrt“. Die junge Hauptfigur Mara sieht sich mit einer fremden Sprache, einer fremden Gesellschaft und ganz neuer Umgebung konfrontiert. Sie ist somit ausgesperrt von ihrer bisherigen Welt.

Etwas Autobiografisches schwingt in dieser fantastischen Geschichte mit. Gerwine Ogbuagu lebte zehn Jahre in Westafrika und erfuhr somit das einnehmende Gefühl der vollkommen fremden Einflüsse um ihre Person herum. Von daher gab sie ihrer Hauptfigur Mara eigene Erfahrungen mit auf den Weg in das Holland des 17. Jahrhunderts.

Aber Mara geht auch in der neuen und befremdlichen Umgebung ihren Weg. Sie lebt sich ein, verliebt sich und heiratet.

Die Arbeit am Buch basierte auf intuitiven Eingebungen. „Es floss aus mir heraus“, beschreibt Gerwine Ogbuagu ihre Eingebungen. „Die Figuren erscheinen wie aus dem Nebel und dann kristallisiert sich die Geschichte heraus“. Erst danach schaltete sich der Kopf ein und formte die Kapitel und den Spannungsbogen.

Erstmals arbeitete die Autorin mit dem Schreibstil, der eine Folge von Gedanken mancher Protagonisten wiedergibt: Stream of consciousness oder auf Deutsch: Bewusstseinsstrom.

Gerwine Ogbuagu hat bereits während ihrer Schulzeit das kreative Schreiben für sich entdeckt. Schon damals wollte sie Autorin werden. Aufgewachsen in Hamburg, lebte sie zehn Jahre in Lagos und Nigeria. Sie studierte unter anderem Literatur. 2011 veröffentlichte sie ihren ersten historischen Roman „Aminas Welt“. Die Geschichte spielt vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges in Seligenstadt.

„Lichtläufer“ war ihr zweiter Roman, und zeigt die einschneidenden Veränderungen durch Krieg, Versklavung und Kolonisierung im Leben der Menschen in Westafrika.

„Ausgesperrt“ ist Gerwine Ogbuagus dritte Arbeit. Ihre Anhänger dürfen sich auf weitere Publikationen freuen.

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